Der Vatikan hat einen Medienbericht dementiert, wonach Papst Leo XIV. Frankreichs Präsident Emanuel Macron eine Audienz verweigert habe. Vatikansprecher Matteo Bruni teilte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag auf Anfrage mit, die von einigen Medien dem Vatikan-Archivar Giovanni Cesare Pagazzi (60) zugeschriebenen Äußerungen zu diesem Thema habe es nicht gegeben. Medien hatten unter Berufung auf Erzbischof Pagazzi sowie auf anonyme Quellen im vatikanischen Staatssekretariat berichtet, Leo XIV. habe persönlich angeordnet, Macron eine Audienz im Vatikan zu abzulehnen.
Bruni fügte hinzu, die Behauptung sei über einen Account verbreitet worden, der nach seinen Informationen auch in der Vergangenheit falsche Behauptungen über die frühere französische Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Florence Mangin, veröffentlicht habe. Aus Vatikan-Kreisen hieß es zudem, es sei für Päpste nicht denkbar, das Audienzgesuch eines Staatsoberhaupts abzulehnen. Der Heilige Stuhl weise aus Prinzip niemanden ab. In der Vergangenheit habe dies selbst für international geächtete Diktatoren gegolten.