Kirchen laden zur ökumenischen Klimafasten-Aktion ein

"So viel du brauchst"

Wie kann man im Alltag so leben, dass es dem Weltklima nützt sowie zu einer gerechten Welt beiträgt? Wer dazu praktische Tipps sucht, kann sich an der ökumenischen Aktion "Klimafasten" von Aschermittwoch bis Ostern beteiligen.

Klimafasten: Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren / © NDAB Creativity (shutterstock)
Klimafasten: Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren / © NDAB Creativity ( shutterstock )

Für die Fastenzeit laden Kirchen, Verbände und Initiativen aus ganz Deutschland zur Aktion "Klimafasten" ein. Das Motto lautet: "So viel du brauchst". Es gebe Anregungen, wie der Alltag so gestaltet werden könne, "dass er sowohl dem Klima als auch einer gerechten Welt zugutekommt". Das teilten die an der ökumenischen Aktion beteiligten evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg am Mittwoch mit.

Die Fastenaktion wird den Angaben zufolge getragen von einem ökumenischen Netzwerk aus 25 Partnerorganisationen und -kirchen. Von Aschermittwoch (18.02.) bis Ostersonntag (05.04.) sollen damit innere Einkehr, bewusstes Leben und gemeinsames Engagement gefördert werden.

"Ich habe genug - und andere?"

Das "Klimafasten" gliedere die Passionszeit in sieben Wochen mit jeweils einem anderen Thema, etwa "Genug. Beschenkt. Wovon habe ich genug? Was macht mich heute reich?" und "Gerecht. Lebenswert. Wie sieht Gerechtigkeit aus? Ich habe genug - und andere?".

Jede Woche soll es thematische Impulse, praktische Anregungen, einen begleitenden Bibelvers und Ideen zum Ausprobieren geben - für Einzelpersonen, Familien, Freundeskreise und Gemeinden. Jede und jeder könne sich am "Klimafasten" beteiligen - unabhängig von Alter oder Konfession, vor Ort oder im digitalen Austausch. Zahlreiche Materialien stehen kostenlos zur Verfügung: eine Broschüre, Postkarten und Plakate, aber auch Anregungen für Kindertagesstätten und Schulen.

Stichworte zum Fasten

"Fasten" wird definiert als Verzicht auf bestimmte (oder gar sämtliche) Speisen, Getränke und Genussmittel über einen bestimmten Zeitraum. Der Begriff selbst kommt aus dem Althochdeutschen für "festhalten" im Sinne von "beachten". Allerdings ist Fasten in vielen Kulturen und Religionen bekannt.

Bier: galt wie Wein in den Klöstern traditionell als erlaubt, vor allem auch wegen der schlechten Wasserqualität im Mittelalter. Verzicht auf Alkohol ist für viele Christen heute ein klassischer Punkt für die Fastenzeit.

Fastenzeit / © Tomasetti (DR)
Fastenzeit / © Tomasetti ( DR )
Quelle:
KNA