Nach Zugunglück in Spanien wird Pfarrkirche zur Anlaufstelle

Engagement von Gläubigen

Mindestens 39 Tote und rund 70 Verletzte. So lautet die verheerende Bilanz des schweren Zugunglücks in Spanien. Viele Betroffene wurden in einer naheliegenden Pfarrei versorgt. Der Papst und die deutschen Bischöfe beten für die Opfer.

Tote bei Zugunglück in Spanien / © Eduardo Briones (dpa)
Tote bei Zugunglück in Spanien / © Eduardo Briones ( dpa )

Nach dem schweren Zugunglück im südspanischen Andalusien ist die Pfarrkirche der nahen Ortschaft Adamuz zur zentralen Anlaufstelle für die Opfer geworden. 

"Nach Bekanntwerden des Zugunglücks kamen viele Gläubige zur Kirche, um alles für die Ankunft der teils verletzten Zugpassagiere vorzubereiten", sagte Pfarrer Rafael Prados Godoy am Montag dem Radiosender RNE. Gemeindemitglieder hätten Decken, Heizkörper, Wasser und Essen gebracht. Wenig später kamen laut Bericht die ersten Menschen mit Bussen an.

Die Andreas-Pfarrei hielt ihre Türen die ganze Nacht für die Betroffenen offen. Unterdessen wurde auch das Gemeindehaus geöffnet, um dort den Menschen Lebensmittel der Caritas zur Verfügung zu stellen, wie Pfarrer Prados Godoy berichtet.

39 Todesopfer

Auch der für die Region zuständige Bischof Jesús Fernández begab sich nach Adamuz, um vor allem den Hinterbliebenen von Opfern Trost zu spenden. Am Sonntagnachmittag war ein Schnellzug entgleist und geriet in den Gegenverkehr, wo er mit einem anderen Schnellzug kollidierte. Bislang wurden 39 Todesopfer gezählt; 70 Verletzte wurden in nahe Krankenhäuser gebracht.

Der Generalsekretär der Spanischen Bischofskonferenz, Weihbischof César García Magán, drückte über die Sozialen Medien tiefes Mitgefühl aus. Ministerpräsident Pedro Sánchez sicherte schnelle Hilfe zu. Das Königshaus in Madrid und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprachen den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus.

Kirche San Andres, Adamuz, Spanien (San Andres, Adamuz)
Kirche San Andres, Adamuz, Spanien / ( )

Papst trauert um Opfer des Zugunglücks 

Auch Papst Leo XIV. hat sich "tief betroffen von dem tragischen Zugunglück" im südspanischen Andalusien gezeigt. Er bete für die zahlreichen Todesopfer und wünsche den Verletzten baldige Genesung, heißt es in einem am Montag vom Vatikan veröffentlichten Telegramm an den Vorsitzenden der Spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Javier Argüello García von Valladolid.

Den Familien der Verstorbenen sprach der Papst sein aufrichtiges Beileid aus. Zugleich wolle er ihnen Trost spenden. Die Rettungskräfte ermutigte Leo XIV., ihre Hilfs- und Unterstützungsbemühungen fortzusetzen. 

Deutsche Bischöfe beten für Opfer

Die deutschen Bischöfe beten ebenfalls für die Opfer des Zugunglücks in Spanien. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verstorbenen, den Verletzten und ihren Angehörigen. In dieser Stunde der Trauer bitten wir Gott, den Opfern seine Nähe zu schenken und den Familien Trost, Hoffnung und Kraft", zitierte die Bischofskonferenz ihren Vorsitzenden Georg Bätzing am Montag auf ihren Social-Media-Kanälen. 

Quelle:
KNA