Nach sechs Jahren Bauzeit öffnet die Hohenzollerngruft im Februar

Königliche Ruhestätte erneuert

Eine der bedeutendsten dynastischen Grablegen Europas steht kurz vor der Wiedereröffnung. Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom soll Ende Februar wieder für Besucher zugänglich sein, aber deutlich später als geplant.

91 Sarkophage sind in die Hohenzollerngruft im Berliner Dom zurückgekehrt und werden sukzessive an ihrem Platz eingerichtet / © Markus Lenhardt (dpa)
91 Sarkophage sind in die Hohenzollerngruft im Berliner Dom zurückgekehrt und werden sukzessive an ihrem Platz eingerichtet / © Markus Lenhardt ( dpa )

Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom steht nach sechs Jahren Sanierung vor der Wiedereröffnung. Am 28. Februar öffnet der Dom mit einem kostenfreien Tag der offenen Tür die Pforten für Besucher, wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten. Zudem soll am 1. März ein Festgottesdienst mit Gästen aus Kultur, Politik, Kirche und Gesellschaft gefeiert werden.

Corona und Ukrainekrieg bremsen Sanierung

Damit steht die Sanierung der Ruhestätte von 91 Mitgliedern der preußisch-deutschen Dynastie, die als eine der wichtigsten dynastischen Grablegen Europas gilt, kurz vor dem Abschluss. Ursprünglich war die Eröffnung schon für 2023 vorgesehen. Gründe für die Verschiebung seien Lieferverzögerungen und Preissteigerungen im Rahmen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gewesen, hieß es.

Berliner Dom / © Ema187 (shutterstock)

Im Zuge des am Ende 29 Millionen Euro teuren Projekts wurde ein Lüftungs- und Klimasystem eingebaut, das zum Schutz der Sarkophage die Raumtemperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius hält. Zudem sollen die Besucher dank eines neuen Sicherheitssystems künftig sehr nah an die Särge gehen können. Für eine bessere Barrierefreiheit wurde ein neuer Fahrstuhl installiert. Ursprünglich waren 18 Millionen Euro für das Vorhaben veranschlagt.

Quelle:
KNA