Bistum Limburg will bis 2045 rechnerisch klimaneutral werden

Investitionen in die Zukunft

Klimaschutz sieht das Bistum Limburg als Gemeinschaftsaufgabe. Im Rahmen eines Klimaschutzprojekts hat es nun Zwischenziele definiert und will dafür Millionen investieren. Wofür soll das Geld konkret eingesetzt werden?

Limburger Dom (shutterstock)

Das Bistum Limburg will bis 2045 rechnerisch klimaneutral wirtschaften. Das jetzt beschlossene, erste Klimaschutzprojekt sieht vor, den aktuellen, jährlichen CO2-Ausstoß von etwa 42.000 Tonnen bis 2030 zu halbieren. Bis 2040 sind Einsparungen von 87 Prozent geplant, wie das Bistum am Montag mitteilte. 

Die diözesane Klimaschutzmanagerin Johanna Schumacher sprach von einem realistischen Fahrplan, der mit den vorhandenen Geldmitteln realisierbar sei.

Sechs Millionen Euro als Anstoßfinanzierung

Als Anstoßfinanzierung stellt das Bistum den Angaben zufolge sechs Millionen Euro bereit. Fünf Millionen Euro sollen vor allem für die energieeffiziente Sanierung von kirchlichen Immobilien genutzt werden. Eine Million Euro geht in einen Nachhaltigkeitsfonds.

Wichtig seien auch Angebote für nachhaltige Mobilität und klimafreundliche Beschaffung von Arbeitsmaterialien. Um die Ziele zu erreichen, müssten alle Kirchengemeinden, Einrichtungen und Gläubigen gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft arbeiten, so der Appell der Verantwortlichen.

Bistum Limburg

Das 1827 gegründete Bistum Limburg gehört zu den jüngeren unter den 27 deutschen Diözesen. In seinem Gebiet leben rund 2,4 Millionen Menschen, 501.450 davon sind katholisch. Das Bistum gliedert sich in 47 Pfarreien. 

Das Bistum misst 6.181 Quadratkilometer und erstreckt sich größtenteils auf Hessen, zu einem kleinen Teil auf Rheinland-Pfalz. Zur ihm gehören die Wirtschafts- und Bankenmetropole Frankfurt sowie die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ebenso wie ländliche Regionen im Rheingau, Taunus, Westerwald und nördlich von Wetzlar.

Limburger Dom / © Werner Spremberg (shutterstock)
Quelle:
KNA