Friedensimpuls von Abt Nikodemus zum neuen Jahr

"Schenken ist gut, sich zu verschenken ist göttlich"

Abt Nikodemus aus Jerusalem macht deutlich, dass Weihnachten vom Schenken lebt. So habe sich Gott in Jesus Christus selbst geschenkt. Er ruft dazu auf, im neuen Jahr Mut zu haben, für andere da zu sein und selbst zum Segen zu werden.

Autor/in:
Abt Nikodemus Schnabel
Abt Nikodemus an Weihnachten auf dem Jerusalemer Zionsberg. (DR)
Abt Nikodemus an Weihnachten auf dem Jerusalemer Zionsberg. / ( DR )

Ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr 2026 und gesegnete Weihnachten. Wir sind noch mitten in der Weihnachtszeit und ganz viele Menschen haben in den letzten Tagen etwas richtig Wichtiges gemacht. Sogar die, die vielleicht gar nicht an Gott glauben. Viele haben sich zu Weihnachten Geschenke gemacht. Und ich glaube, jemandem ein Geschenk zu machen ist auch eine Form der "Love language", also einer Liebessprache. Das bedeutet: Du bist mir nicht egal, ich möchte etwas Gutes tun. Wir Bendiktiner sind ja gesegnete "benedīcere" – auf Deutsch: "Gut sagen". Und wenn wir jemanden segnen, wollen wir auch jemandem etwas Gutes zusagen.

Ich glaube, das Kostbarste, was es gibt, ist, sich selbst zu schenken und dadurch selbst zum Segen zu werden. Und das ist das, was wir an Weihnachten feiern. Gott hat sich selbst geschenkt. Er ist Mensch geworden in Jesus Christus in Bethlehem. Jetzt, zu Beginn des neuen Jahres, wünsche ich Ihnen, dass auch Sie zum Segen werden, dass Sie Mut haben, sich selbst zu verschenken. Dass sie sich zur Verfügung stellen, um für andere da zu sein und Gutes zu sagen. 

Wie wollen Sie dieses Jahr für Andere zum Segen werden?

Frohes neues Jahr und frohe Weihnachten.

Ihr Abt Nikodemus aus Jerusalem

Quelle:
DR

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