Bistum Münster steigt 2028 aus Förderung von Internat aus

Zurückgehende Einnahmen

Das Bistum Münster stellt aus finanziellen Gründen die Förderung des Internats Schloss Loburg ein. Als Grund nennt das Bistum die zurückgehenden Einnahmen. Das Internat wird mit jährlich rund 490.000 Euro unterstützt.

St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu (shutterstock)
St.-Paulus-Dom in Münster / © Chi_Chirayu ( shutterstock )

Der Kirchensteuerrat im Bistum habe entschieden, die Unterstützung für die Bischöfliche Stiftung Collegium Johanneum, die das Internat in Ostbevern trägt, zum Schuljahr 2028/2029 auslaufen zu lassen, teilte das Bistum Münster am Mittwoch mit. 

Grund seien deutlich zurückgehende Einnahmen des Bistums. Aktuell unterstützte das Bistum Münster den laufenden Unterhalt des Internats mit jährlich rund 490.000 Euro.

Gymnasium Johanneum nicht betroffen

Das Internat steige in einen Konsolidierungs- und Konzentrationsprozess ein, erklärte das Bistum weiter. Ziel des Prozesses sei es, den Weiterbetrieb des Internats mithilfe anderer Finanzquellen und Kooperationspartner ohne weitere wirtschaftliche Belastungen des Bistums sicherzustellen.

Nicht betroffen von dem Beschluss sei das bischöfliche Gymnasium Johanneum, das auf dem Gelände der Loburg derzeit von 830 Schülerinnen und Schülern besucht werde. Die Schule in Trägerschaft des Bistums werde unverändert weitergeführt. 

Bistum Münster

Mit rund 1,59 Millionen Katholikinnen und Katholiken ist das Bistum Münster die mitgliederstärkste Diözese in Deutschland. Aber auch hier hat die Kirche mit schwindenden Mitgliederzahlen und den Folgen daraus zu kämpfen. Zwar rechnet das Bistum für das laufende Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von rund 454,7 Millionen Euro. Die "Kirchensteuerkraft" – also das, was sich die Diözese mit dem Geld leisten kann – lässt aber stark nach: Bis 2060 soll sie sich im Vergleich zu 2017 halbiert haben.

Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke (KNA)
Sankt-Paulus-Dom in Münster. / © Jörg Loeffke ( KNA )
Quelle:
epd