US-Unis bekommen Institute für katholisches Denken

Katholizismus mit Evolution unvereinbar?

Mehrere US-Universitäten erhalten unabhängige Institute, die sich mit katholischem Denken zwischen Glauben und moderner Wissenschaft befassen sollen. Dies kündigte der Direktor des "Lumen Christi Institute", Michael Le Chevallier, an.

Alte Theologie-Bücher in einer Bibliothek / © Marius Becker (dpa)
Alte Theologie-Bücher in einer Bibliothek / © Marius Becker ( dpa )

Die Organisation erhielt dafür von der John Templeton Foundation eine auf drei Jahre befristete Finanzzusage über 3,6 Millionen US-Dollar, wie es hieß.

Die neuen Finanzmittel sollen sechs Universitäten zugutekommen. Es gehe bei der Initiative darum, das Missverständnis aufzulösen, wonach die Evolution im Widerspruch zum modernen katholischen Glauben stehe.

Theologie und Biologie kein Widerspruch

Obwohl dies nicht richtig sei, so Le Chevallier, würden oft Kirchenaustritte damit begründet. Die neuen Institute sollen unter anderen an den Universitäten in Chicago, der Universität Südkalifornien sowie dem "Catholic Forum" der Harvard University angesiedelt werden.

Die John Templeton Foundation ist eine philanthropische Organisation, die den Fortschritt in religiösem und spirituellem Wissen, insbesondere an der Schnittstelle von Religion und Wissenschaft, unterstützt.

Die Bibel

Bibel ist die Schriftensammlung, die im Judentum und Christentum als Heilige Schrift gilt. Auf den Schriften fußt jeweils die Religionsausübung. Die Bibel des Judentums ist der dreiteilige Tanach, der aus der Tora, den Nevi’im und Ketuvim besteht. Diese Schriften entstanden seit etwa 1200 v. Chr. im Kulturraum der Levante und Vorderen Orient und wurden bis 135 n. Chr. kanonisiert. Das Christentum übernahm alle Bücher des Tanachs, ordnete sie anders an und stellte sie als Altes Testament (AT) dem Neuen Testament (NT) voran.

Eine Bibel liegt aufgeschlagen auf einem Tisch (KNA)
Eine Bibel liegt aufgeschlagen auf einem Tisch / ( KNA )