Umfragen zu Weihnachten unter Corona-Bedingungen

Mehrheit akzeptiert Beschränkungen

​Drei Viertel der Deutschen wollen den Appellen und Vorschriften der Politik folgen und an den Weihnachtsfeiertagen Kontakte einschränken. In der Frage der Verwandtschaftsbesuche gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost und West.

Geschenk und Mundschutz mit Weihnachtsdekoration / © Miriam Doerr Martin Frommherz (shutterstock)
Geschenk und Mundschutz mit Weihnachtsdekoration / © Miriam Doerr Martin Frommherz ( shutterstock )

Laut Meinungsforschern werden die wegen der Corona-Pandemie für Weihnachten vorgesehenen Kontaktbeschränkungen überwiegend akzeptiert. Drei Viertel der Deutschen (73 Prozent) wollen an den Weihnachtsfeiertagen Besuche und die Kontakte zu ihrer Familie einschränken. Dagegen plant knapp ein Viertel (23 Prozent) der Bundesbürger derzeit keine Kontaktreduzierung über Weihnachten, wie aus einer am Freitag in Köln veröffentlichten ARD-Umfrage hervorgeht.

Demnach wollen jeweils 28 Prozent der Befragten Verwandtschaftsbesuche weniger stark oder stark begrenzen, 17 Prozent wollen Familienkontakte oder Besuche sehr stark reduzieren. In dieser Frage zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: In Westdeutschland planen acht von zehn Bürgern (78 Prozent) eine Beschränkung ihrer Familien- und Besuchskontakte an Weihnachten, in Ostdeutschland planen dies lediglich sechs von zehn (58 Prozent).

Das Umfrageinstitut Infratest dimap befragte im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" am Dienstag und Mittwoch 1.047 Wahlberechtigte.

80 Prozent wollen sich an Beschränkungen halten

Bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für das Nachrichtenportal "t-online" gaben mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, sich an die Beschränkungen halten zu wollen.

Knapp drei Viertel bekräftigten die sogar ausdrücklich. Nur etwa 13 Prozent antworteten, es sei eher unwahrscheinlich oder gar ausgeschlossen, dass sie den Vorgaben folgten. Knapp fünf Prozent waren unentschieden. In die Umfrage flossen die Antworten von 5.093 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Menschen ein, die am Mittwoch und Donnerstag online befragt wurden.

Bund und Länder hatten am Mittwoch entschieden, private Treffen künftig auf höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten zu begrenzen. Bislang galt eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Für Weihnachten und Silvester soll es Ausnahmen geben: Familien und Freunde dürfen vom 23. Dezember bis längstens zum 1. Januar im Kreis von zehn Personen aus mehreren Haushalten zusammenkommen.


Quelle:
epd
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