Papst verurteilt Besitzgier als Ursache von Ungleichheit

"So ist die Gier - sie macht nie satt"

Während des Mittagsgebets auf dem Petersplatz hat Papst Franzikus die Gier nach materiellen Gütern verurteilt. Stattdessen solle man nach Dingen streben, die einen "wirklichen Wert" hätten und die Würde des Menschen ausmachten. 

Nachdenklich: Papst Franziskus / © Alessandra Tarantino (dpa)
Nachdenklich: Papst Franziskus / © Alessandra Tarantino ( dpa )

Papst Franziskus sieht in einem "maßlosen Streben nach materiellen Dingen und Reichtum" eine Ursache für Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch und Kriege. Materielle Güter seien notwendig, aber nicht der Zweck der menschlichen Existenz, sagte er beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Es gehe darum, "ehrlich und im Teilen mit den Bedürftigsten zu leben".

Franziskus: "Gier sättigt das Herz nicht"

Franziskus mahnte, "die Dinge zu suchen, die wirklichen Wert haben: Gerechtigkeit, Solidarität, Aufnahmebereitschaft, Frieden, alles, was die wahre Würde des Menschen ausmacht".

Besitzgier sättige nicht das Herz; "im Gegenteil, sie macht mehr Hunger", sagte der Papst. "Es ist wie mit den guten Bonbons: Du nimmst eins - ah, lecker -, dann ein zweites, und eines zieht das nächste nach. So ist die Gier - sie macht nie satt", sagte Franziskus.


Quelle:
KNA