Ärzte und Helfer kämpfen gegen Cholera im Kongo

Experten warnen

Im Kongo warnen Experten vor einer Ausbreitung der Cholera. Allein in der Provinz Mongala im Norden des Landes starben im vergangenen Monat 20 Menschen an der Magen-Darm-Erkrankung, wie der UN-Sender Radio Okapi berichtet.

Syrischer Arzt / © Rolf Vennenbernd (dpa)
Syrischer Arzt / © Rolf Vennenbernd ( dpa )

Insgesamt hätten die Behörden 144 Fälle registriert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits vergangene Woche vor einer Epidemie gewarnt. Betroffen sind vor allem die Regionen längs des Kongo-Flusses. Die Menschen entnehmen ihr Trinkwasser dem zweitlängsten Strom Afrikas, entsorgen dort aber zugleich ihre Fäkalien. Auf diese Weise komme es immer wieder zu Neuinfektionen, hieß es.

Durchfall und Erbrechen führen zum Tode

Cholera kann heftigen Durchfall, verbunden mit Erbrechen, auslösen und zu Austrocknung und Tod des Erkrankten führen. Nicht behandelt breitet sich die Krankheit schnell aus. Zur Infektion führen verunreinigtes Wasser, verseuchte Nahrung oder ein direkter Kontakt mit von dem Bakterium befallenen Exkrementen. In Mongala forderten die Behörden unter anderem bei Caritas und Oxfam Medikamente und Chlor zur Säuberung des Trinkwassers an.


Quelle:
KNA