Papst: Christen müssen eine verständliche Sprache sprechen

In Kontakt mit der Realität

Christen müssen nach den Worten von Papst Franziskus ihre Botschaft in einer für alle verständlichen Sprache verkünden. Deshalb dürften sie niemals den Kontakt mit der Realität verlieren.

Jubelnde Pilger auf dem Petersplatz (dpa)
Jubelnde Pilger auf dem Petersplatz / ( dpa )

In einer am Samstag veröffentlichten Grußbotschaft des Papstes zum 35. "Treffen der Freundschaft unter den Völkern" heißt es, auch eine verständliche Sprache sei Teil des christlichen Zeugnisses: "Es ist eine Herausforderung, angesichts einer Leitkultur, die den Schein und das Oberflächliche und Provisorische an die erste Stelle stellt, die Realität zu lieben". Die Gläubigen seien gefordert, immer neue Formen der Glaubensverkündigung zu finden, um die "ewige Neuigkeit des Evangeliums" zu verkünden.

Zugleich dürften Christen angesichts eines materialistischen Zeitgeistes nicht die wesentlichen Werte aus dem Blick verlieren. "Die Männer und Frauen unserer Zeit tragen das große Risiko, in einer individualistischen Traurigkeit zu leben, isoliert inmitten der Menge von Konsumgütern, von denen viele andere ausgeschlossen bleiben", schreibt der Papst in seiner Botschaft. Darin wendet er sich zudem gegen die Tendenz, Gott aus dem heutigen Weltbild zu verdrängen. Nur Gott, nicht der Mensch, könne die Welt retten.

Das "Treffen der Freundschaft unter den Völkern" findet von Sonntag bis Samstag kommender Woche im italienischen Rimini statt. Das Motto lautet: "An die Peripherie der Welt und der Existenz". Zweiter Titel der Veranstaltung ist der vom katholischen Priester und Gründer der Bewegung "Comunione e Liberazione", Luigi Giussani, geprägte Satz: "Das Schicksal hat den Menschen nicht allein gelassen", der auf Gottes Liebe zum Menschen verweist. Thema des Treffens ist unter anderem die Verfolgung von Christen im Irak.


Quelle:
KNA