Papst: Tebartz-van Elst kann Dienst gegenwärtig nicht ausüben

"Eine Zeit auβerhalb der Diözese"

Franziskus hat eine erste Entscheidung über die Zukunft von Bischof Tebartz-van Elst getroffen: Der Limburger Bischof kann vorläufig sein Amt nicht ausüben. Der Papst wartet nun die weiteren Untersuchungen zum Bau in Limburg ab.

Bischof Tebartz-van Elst (dpa)
Bischof Tebartz-van Elst / ( dpa )

Das hat der Vatikan am Mittwoch bekannt gegeben. Wolfgang Rösch (54), bislang designierter Limburger Generalvikar, übernimmt mit sofortiger Wirkung diese Aufgabe und leitet vorübergehend die Amtsgeschäfte im Bistum Limburg. Als Delegat vertritt er Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, der eine vorübergehende Auszeit außerhalb der Diözese nimmt.

Bischof Tebartz-van Elst hatte am Montag eine 20 minütige Audienz bei Papst Franziskus in Rom. Über die Inhalte des Gesprächs wurde Stillschweigen vereinbart. Tebartz-van Elst sei dankbar für die "sehr ermutigende Begegnung" mit dem Papst, sagte ein Sprecher des Bischofs nach dem Treffen.

Der Limburger Bischof steht unter anderem wegen der stark gestiegenen Baukosten seines Bischofssitzes von bislang 31 Millionen Euro in der Kritik. Außerdem droht ihm ein Strafbefehl wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen. Die Vorgänge im Bistum Limburg haben inzwischen zu einer bundesweiten Diskussion über den Umgang der Kirche mit ihrem Vermögen geführt.


Quelle:
DR , dpa , KNA