14.02.2005

Nachrichtenarchiv 15.02.2005 00:00 Tchibo wegen Textilien in der Kritik

Der Kaffee- und Handelskonzern Tchibo ist in die Kritik von kirchlichen und entwicklungspolitischen Initiativen geraten. "Kampagne für saubere Kleidung") z.B. wirft Tchibo vor, bei seinen Textil-Zulieferern in Bangladesch Arbeits- und Menschenrechte zu verletzen. Das südasiatische Land erwirtschafte rund drei Viertel seiner Exporterlöse mit der Bekleidungsindustrie.

Der Kaffee- und Handelskonzern Tchibo ist in die Kritik von kirchlichen und entwicklungspolitischen Initiativen geraten. "Kampagne für saubere Kleidung") z.B. wirft Tchibo vor, bei seinen Textil-Zulieferern in Bangladesch Arbeits- und Menschenrechte zu verletzen. Das südasiatische Land erwirtschafte rund drei Viertel seiner Exporterlöse mit der Bekleidungsindustrie. In rund 3000 Fabriken arbeiteten mehr als zwei Millionen Menschen, vor allem junge Frauen. Dabei müssten sie unfassbar niedrige Löhne von 13 Euro pro Monat, Arbeitszeiten bis zu 90 Stunden pro Woche, Willkür und fehlende Sicherheit in Kauf nehmen. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und erklärte, alle Zuliefererfirmen würden von unabhängigen Prüf- Unternehmen begutachtet und müssten einen Verhaltenskodex einhalten. Ein Interview mit  Dr. Gisela Burckhardt von der Kampagne „Für saubere Kleidung".