Trappisten und Zisterzienser

Zisterzienser-Mönche: Die Trappisten sind aus ihnen hervorgegangen / ©  Katharina Ebel (KNA)
Zisterzienser-Mönche: Die Trappisten sind aus ihnen hervorgegangen / © Katharina Ebel ( KNA )

Die Trappisten, die "Zisterzienser der Strengeren Observanz", gehören zu den strengsten Orden der katholischen Kirche. Seit 1892 bilden die Trappisten einen eigenständigen Orden. Ihre Anfänge im französischen La Trappe liegen bereits im 17. Jahrhundert.

Der benediktinische Reformorden der Zisterzienser ist benannt nach dem 1098 gegründeten Kloster Citeaux bei Dijon. Die Betonung von Handarbeit, Bodenkultur, Rodung und Landwirtschaft gaben dem Orden nicht zuletzt eine große Bedeutung bei der deutschen Ostsiedlung. Dem Geist der Zisterzienser entsprach, ans Ende der Welt zu wandern, um sich in der Zurückgezogenheit der Wildnis ganz Gott zu weihen. 

Im 17. Jahrhundert beschlossen die Zisterzienser im französischen La Trappe, zu den äußerst strengen Ursprüngen der Gründungszeit zurückzukehren. Zuletzt gab es laut Ordensangaben weltweit rund 100 Männer- und 75 Frauenklöster der Trappisten. Zugleich ging allerdings die Zahl der Ordensleute deutlich zurück auf rund 1.700 Trappisten und 1.550 Trappistinnen weltweit (Stand Ende 2019).

In Deutschland gab es bis 2018 das Männerkloster Mariawald in Heimbach/Eifel. Zwei Frauenklöster, Maria Frieden in Dahlem/Eifel und Gethsemani im nordpfälzischen Dannenfels (seit 1984), bestehen weiter. Generalabt der Trappisten ist seit 2008 der Ire Eamon Fitzgerald (76) vom Mount Melleray. (28.05.2021/kna)