"Monat der Weltmission" nimmt Kenia in den Blick

Eine Frau in Kenia steht auf einem verdorrten Maisfeld / © Dong Jianghui/XinHua (dpa)
Eine Frau in Kenia steht auf einem verdorrten Maisfeld / © Dong Jianghui/XinHua ( dpa )

Kenia steht im Zentrum des diesjährigen "Monats der Weltmission" (Oktober). Unter dem biblischen Motto "Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben" stellt das katholische Hilfswerk missio München Projektpartner vor, die sich für Menschen und ihre Belange in dem ostafrikanischen Land engagieren. Dieses gilt als Hoffnungsträger und ist eines der stabilsten Länder in der Region. So ist der Staat Zufluchtsort für Tausende Einwanderer aus weitaus schwierigeren Herkunftsgebieten wie Äthiopien, Somalia und dem Südsudan.

Schwerste Dürreperioden seit Jahrzehnten

Aber auch Kenia werde von einer der schwersten Dürreperioden seit Jahrzehnten gebeutelt, heißt es. In Folge des russischen Krieges in der Ukraine hätten sich zudem die Getreideimporte extrem verteuert. Viele Menschen könnten sich das tägliche Leben kaum noch leisten. Zuvor hatte bereits die Corona-Pandemie auch Ostafrika stark getroffen. Strikte Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus brachten monatelang ganze Geschäftszweige zum Erliegen. Nach einem umstrittenen Wahlkampf gibt es seit Anfang September zudem eine neue Regierung in Nairobi.

Der "Monat der Weltmission" ist die größte Solidaritätsaktion der Katholikinnen und Katholiken weltweit. Knapp vier Wochen lang hat missio München Menschen aus Kenia zu Gast, darunter Bischof Dominic Kimengich aus Eldoret. Höhepunkt ist der "Sonntag der Weltmission" (23. Oktober). Dann findet in der diesjährigen Partnerdiözese Eichstätt ein Festgottesdienst mit dem Bischof im Ingolstädter Münster statt.

Herausforderungen für die lokale Kirche

Die missio-Aktionen zeigten am Beispiel von Kenia, wie die Abwanderung und Urbanisierung in Afrika die lokale Kirche herausfordert, heißt es. Vorgestellt würden Initiativen und Projekte, die auf diese Transformationsprozesse antworten sollen. Ziel sei, den Menschen zu ermöglichen, ihre Angelegenheiten aus eigener Kraft in die Hand zu nehmen und dabei individuelle wie auch gemeinschaftliche Ressourcen zu nutzen.

Mit rund 3,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern im Stadtbereich und etwa 7,5 Millionen im Großraum steht die rasend wachsende Metropole Nairobi an der Schwelle zur Megacity. Täglich strömen Menschen aus dem Umland dorthin, in der Hoffnung auf Arbeit und eine bessere Zukunft für sich und ihre Familien. Rund 60 Prozent der Stadtbevölkerung Nairobis leben laut Mitteilung in mehreren großen Slums auf nur sechs Prozent der Stadtfläche. Darum räume die kenianische Bischofskonferenz der Bildung kleiner christlicher Gemeinschaften seit Jahren eine pastorale Priorität ein. (KNA)