Es ist tatsächlich erst eine Woche her, dass der Freitag Karfreitag hieß und wir uns erinnert haben an Leid und Tod Jesu in Verbindung mit Leid und Tod im Iran, im Libanon, in der Ukraine, in Gaza und und und. Und jetzt ist eine Woche später der Osterjubel noch präsent, die Erleichterung über einen, wenn auch noch so brüchigen, Waffenstillstand und die deutlichen Worte des Papstes gegen den Krieg und die irrsinnige Art, Waffen und Truppen und Kriege zu segnen.
Hier sind noch die letzten Ferientage und wir hatten über Ostern Besuch und viele spannende Fragen und Gespräche über unser katholisches Verständnis der Kar- und Ostertage und der Rolle der Frauen in der damaligen Berichterstattung der Bibel und den so verschiedenen Berichten dazu. Herausragend ist natürlich dazu die Geschichte von Maria von Magdala, die den Auferstandenen als erste gesehen hat. Drei Schülerinnen unserer Franziskusschule hier in Olpe, haben dazu einen Text geschrieben und mir erlaubt, ihn vorzulesen:
Gedanken von Maria aus Magdala
Wer?
Wer war er? der junge Mann im weißen Gewand
Wer war er? der mich so erschreckt hat
Wer war er? dass er wusste, was mit Jesus geschah
Wer war er? dass er uns nach Galiläa gesandt hat
Wer war er? war er ein Engel, der die Botschaft der Auferstehung Jesu verkündete
Wer war er? war er von Gott gesandt
Wer war er? war er Jesus von Nazareth selbst
Wer war ich? dass ich mich fürchtete
Wer war ich? dass ich einfach weglief
Wer bin ich? dass ich niemandem davon erzählen will und es dann doch tue?
Soweit der Text, aber soweit auch die Frage an mich und Dich an diesem Osterfreitag: Wer bin ich, die ich mich Christ nenne, wenn ich nichts davon erzähle? Oder erzähle ich doch davon in allem, was ich tue und lasse?