Ach Mensch, schon wieder ein Krieg, schon wieder Gewalt und Gegengewalt, schon wieder Auge um Auge und Zahn um Zahn, schon wieder Not, Tod, abgrundtiefes Leid und irrsinnige Zerstörung. Jeder weiß, dass ein Krieg kein Problem löst, und doch…. Die Weltgemeinschaft erlaubt Kriege zur Verteidigung oder präventiv, wenn ein Angriff zu befürchten ist oder man versuchen will, Staaten an der Nutzung der Atombombe zu hindern.
Aber hier geht es schon wieder und wieder um Terrorstaaten, die ihren Einfluss und ihre Macht gefährdet sehen und wie wild um sich schlagen. Dass bisherige demokratische Staaten ebenso handeln und weder Kongress noch andere Gremien einbeziehen, macht diffuse Angst. Wenn jeder jeden aus irgendeinem Grund angreifen und Regierungschefs töten kann, was hält dann die Welt im Gleichgewicht?
Mir geht es wie Dir und vielen von uns, die ratlos und hilflos die Nachrichten lesen und Brennpunkte schauen und keine Idee haben, was wir tun können. "Da hilft nur noch beten", sagen die einen, "ach, ihr mit eurem Beten das nutzt sowieso nichts und ist naiv“, sagen die anderen.
Ich und viele Glaubende wissen aber, dass das Beten den Beter verändert und ihm Kraft gibt, Dinge zu ändern, die in seiner Macht liegen und andererseits seine Hoffnung auf Gott setzt, der die Herzen der Menschen ändern kann.
Von Reinhold Schneider gibt es ein Gedicht, dass er 1936 geschrieben hat, und ich möchte es mit Dir teilen. Er schrieb damals:
"Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten
und diese Welt den richtenden Gewalten durch ein geheiligt Leben abzuringen.
Denn Täter werden nie den Himmel zwingen: was sie vereinen, wird sich wieder spalten,
was sie erneuern, über Nacht veralten, und was sie stiften, Not und Unheil bringen.
Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt, und Menschenhochmut auf dem Markte feiert,
indes im Dom die Beter sich verhüllen, bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
und in den Tiefen, die kein Aug entschleiert, die trocknen Brunnen sich mit Leben füllen.“
Beten wir also.