In diesen Tagen der ersten Fastenwoche, gibt es ganz viele Ideen, worauf man fasten könnte. Da geht es, wie früher, schon mal ums Autofasten und mit den Öffis zu fahren, um der Umwelt Gutes zu tun. Da geht es ums Medienfasten, um die Seele und das Hirn wieder frei zu kriegen vom überbordenden Medienkonsum. Da geht es ums Jammerfasten, ein Ausdruck, der mir sehr gut gefällt und bedeutet, die ganzen sieben Wochen mal nicht zu jammern, worüber auch immer.
Sieben Wochen ohne oder sieben Wochen mit waren auch schon mal dran, um einfach mal anders zu leben und den inneren Focus auf etwas neues zu legen. Vom verstorbenen Papst Franziskus gibt es ein paar Vorschläge, worauf ich fasten könnte und dann auch gleich jeweils einen Tipp, was ich stattdessen tun könnte. Er schrieb:
„Faste auf verletzende Worte und gebe gute Worte weiter.
Faste auf Wut und fülle dich an mit Sanftmut und Geduld.
Faste auf den Egoismus und fülle dich stattdessen mit Mitleid für den anderen.
Faste auf den Mangel an Vergebung und fülle dich stattdessen mit Versöhnung.
Faste auf Unzufriedenheit und werde voller Dankbarkeit.
Faste auf Pessimismus und fülle dich mit Hoffnung.
Faste auf Jammern und fülle dich mit den einfachen Dingen des Lebens.
Faste auf Traurigkeit und Bitterkeit. Fülle dich stattdessen mit Herzensfreude
Faste auf Sorgen und fülle dich mit Gottvertrauen.
Faste auf Stress und fülle dich mit Gebet.
Faste auf Worte und fülle dich mit Stille und Hören auf Gott.“
Soweit Papst Franziskus. Denn am Ende geht es in unseren Versuchen, etwas in der Fastenzeit zu tun, immer um die Umkehr: zu mir selbst, zu den Mitmenschen und zu Gott.