Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Schmücke mein Herz mit deiner Gegenwart

Ich möchte mit Ihnen diesen Morgen mit einem Gebet von Papst Johannes XXIII. beginnen. Er betet:

„Schmücke mein Herz, Herr, mit Deiner Gegenwart, verwandle es in eine Wohnung für Dich. Du bist der Gast, den ich erwarte, der Freund, der bei mir bleiben soll. Dir, dem ein Palast gebührt, habe ich nur eine ärmliche Hütte anzubieten. Ich schmücke mein Herz mit Sehnsucht und Verlangen. Dann wird der Glanz des Himmels, meine Wohnung erhellen. Mein Haus – die Kathedrale, mein Herz – der Tabernakel. Schmücke mein Herz Herr, mit Deiner Gegenwart, verwandle es in eine Wohnung für Dich!“

Ich kann den Tag sehr verschieden anfangen, mit einem Blick auf das Kreuz und einem Kreuzzeichen. Mit den Gedanken an alles, was heute auf mich zukommt, und dann mit der Bitte an Gott, mir bei allem, was da kommt, zur Seite zu stehen. Mit allen Sorgen und Nöten, die mich schon wieder überfallen, oder wie in diesen Zeilen von Johannes XXIII. mit der Bitte an Gott, in mir zu wohnen. Gast in meinem Herzen zu sein und somit alles ein wenig heller zu machen.

Sorgen und Nöte werden damit nicht automatisch kleiner. Aber da ist einer, der es mit mir durchsteht. Freude und Zuversicht werden größer, weil es sich verdoppelt, wenn ich es mit ihm teile. Und die Helligkeit, die mir von Gottes Nähe kommt, strahlt nach außen aus und bringt vielleicht einem Mitmenschen ein bisschen mehr Licht in sein Leben. Und die Sehnsucht und das Verlangen nach Gott und seiner Nähe macht mich unabhängiger davon, dass ich selbst alles allein leisten muss. Denn er steht mir zur Seite.

Also bitte ich gern: „Schmücke mein Herz, Herr, mit Deiner Gegenwart, verwandle es in eine Wohnung für Dich!“

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