Judas‘ Verrat – warum lässt Jesus das zu? - Gespräch mit Irmela Preissner

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In dieser Folge vom „Blick in die Bibel“ erzählt Irmela Preissner, Geschäftsführerin bei „Biblische Reisen“, wie ihre Reiselust schon in der Kindheit begann: Durch die Trennung ihrer Eltern reiste sie in den Sommerferien meist mehr als andere Kinder und entdeckte früh die Welt. Heute fasziniert sie am Reisen vor allem, wie ähnlich sich Menschen überall sind – egal aus welchem Land oder welcher Kultur. 

Danach geht es um das Evangelium vom Verrat des Judas. Für Geld liefert er Jesus aus, doch seine Motive bleiben unklar. Preissner erklärt, dass Jesus den Verrat kennt und zulässt, weil er Teil eines größeren Plans ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie frei der Mensch ist, sich auch für das Falsche zu entscheiden. 

Eine nachdenkliche Folge über Vertrauen, Schuld und Menschlichkeit – die neugierig macht, tiefer einzutauchen.

Aus dem Matthäusevangelium:

In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskáriot zu den Hohepriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie boten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern. Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote   gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern. Die Jünger taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor. Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Da wurden sie sehr traurig und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der die Hand mit mir in die Schüssel eintunkt, wird mich ausliefern. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn auslieferte: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus antwortete: Du sagst es. (Mt 26,14-25)

(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

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