"Die Botschaft ist für alle da" - Gespräch mit Georg Hinz

Im Donnerstags-Podcast von "Blick in die Bibel", pünktlich zum Start des Straßenkarnevals, erzählt Georg Hinz von seiner engen Verbindung zum Kölschen Karneval. Für ihn ist Musik der Schlüssel: gemeinsames Singen schafft Gemeinschaft, tut der Seele gut und bringt Menschen von innen heraus in Bewegung. Mit dem Projekt "Loss mer singe" hilft er vielen, Karneval intensiver zu erleben – nicht perfekt, sondern mit Herz.

Beim Text aus dem Markusevangelium zeigt Georg Hinz, wie die Geschichte, bei der Jesus die Tochter einer syrophönizischen Frau heilt, Mut macht: Gottes Botschaft ist nicht exklusiv, sondern für alle da. Sie fordert Demut, Offenheit und den Blick für die, die am Rand stehen. Eine Folge, die Karneval, Glauben und Lebensfreude überraschend nah zusammenbringt.

Aus dem Markusevangelium

In jener Zeit brach Jesus auf und zog in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben. Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen. Die Frau, von Geburt Syrophönízierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.

Da sagte er zu ihr: Lasst zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den kleinen Hunden vorzuwerfen. Sie erwiderte ihm: Herr! Aber auch die kleinen Hunde unter dem Tisch essen von den Brotkrumen der Kinder. Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen!

Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, dass der Dämon es verlassen hatte. (Mk 7,24-30)

(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)

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