Im Podcast "Blick in die Bibel" stellt sich Dr. Dr. Kai Witzel vor – Chirurg, Klinikgründer und Diakon. "Als Arzt erlebe ich, wie Medien unser Bild von Heilung prägen", erklärt er. "In meiner Klinik geht es um minimalinvasive Eingriffe – und um Demut."
Im Bibeltext aus dem Johannesevangelium sagt Jesus: "Ich bin der gute Hirt." Kai Witzel deutet: "Er beansprucht, der verheißene Messias zu sein – und zeigt eine tiefe Beziehung zu uns: 'Ich kenne die Meinen.'" Der "bezahlte Knecht" flieht vor dem Wolf, "doch Jesus stellt sich dem Bösen – bis zum Kreuz". "Kirchliche Mitarbeiter sind nicht gemeint", betont Witzel, "sondern eine Haltung: Wer nur für Lohn arbeitet, ohne sich zu identifizieren, verfehlt den Auftrag."
Warum Jesu Hingabe uns heute noch herausfordert, erfahrt ihr im Podcast!
Aus dem Johannesevangelium:
In jener Zeit sprach Jesus: Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen. (Joh 10,11-18)
(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)