Menschenkette zum Gedenken an Opfer der Messerattacke

"Würzburg hält zusammen"

Mit einer Menschenkette vom Barbarossaplatz zum Würzburger Rathaus wollen Menschen am Freitagnachmittag der Opfer der Messerattacke gedenken. Mit dabei sein wird auch der Würzburger Bischof Jung sein, wie die Bischöfliche Pressestelle mitteilte.

Kerzen und Blumen vor einem geschlossenen und abgesperrten Geschäft in der Würzburger Innenstadt / © Karl-Josef Hildenbrand (dpa)
Kerzen und Blumen vor einem geschlossenen und abgesperrten Geschäft in der Würzburger Innenstadt / © Karl-Josef Hildenbrand ( dpa )

Ziel der Aktion sei es, nach der Gedenkfeier im Dom vom Sonntag noch einmal im öffentlichen, nicht-religiösen Raum zusammenzukommen, so das Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage und der Würzburger Ombudsrat. Sie sind die Veranstalter.

"Wir rufen dazu auf, Schilder mit nur zwei Botschaften in verschiedenen Sprachen mitzubringen: 'Würzburg trauert' und 'Würzburg hält zusammen'", heißt es weiter. Die Menschenkette soll von 16.45 Uhr an eine Stunde lang dauern.

Drei Frauen ermordet

Am vergangenen Freitag hatte ein 24-jähriger Asylbewerber aus Somalia am Barbarossaplatz in Würzburg drei Frauen erstochen sowie weitere sieben Menschen verletzt. Die Polizei konnte ihn durch einen Schuss ins Bein festnehmen.

Das Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München sehen einen islamistischen Hintergrund für die Taten als naheliegend an.

Hintergründe werden noch ermittelt

Der Mann habe nach Aussagen von Augenzeugen bei seiner Attacke zwei Mal "Allahu Akbar" gerufen. Später habe er in Bezug auf seine Tat von seinem "Dschihad" ("Heiligen Krieg") gesprochen. Hinweise auf Propagandamaterial oder sonstige extremistische Inhalte seien bei dem Tatverdächtigen bisher aber nicht gefunden worden.

Außerdem soll ein Gutachten die Frage der Schuldfähigkeit klären, da der Somalier zweimal bereits in einer psychiatrischen Klinik zur Behandlung war.

Quelle:
KNA
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