Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach sieht Pilgern als große Chance zur Selbstfindung. "Wir leben in einer unglaublich schnelllebigen Zeit", sagte der 65-Jährige am Montag in Köln und verwies dabei auf eine permanente Mediennutzung. Der erste Griff morgens sei der zum Smartphone. Pilgern dagegen sei verbunden mit Ruhe und Einsamkeit. Es ermögliche ein Nachdenken darüber, worauf es im Leben ankommt. Ohne ein solches Innehalten ende man wie der Fliegende Holländer - "alles gesehen und nie zu sich selbst gefunden".
Bosbach äußerte sich bei der Vorstellung des Bildbandes "Pilgerorte im Rheinland" (Greven Verlag). Während Hape Kerkeling sein Pilgerbuch mit "Ich bin dann mal weg" überschrieben habe, könnte das neue Kunstbuch mit dem Titel "Ich bleibe dann mal hier" versehen werden, so der Politiker. Denn es präsentiere 36 Wallfahrtsorte aus dem Rheinland und stifte dazu an, die eigene Heimat zu entdecken.
(Quelle: KNA, 13.11.2017)