Wie die neue "Engelhütte" in Bonn Spenden sammelt

Zwölf Teilnehmer an 19 Tagen

Die ehemalige "Kirchenhütte" auf dem Bonner Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr zur "Engelhütte". An der beteiligen sich viele verschiedene Institutionen. Antonia Wojaczek erklärt, wie das neue Konzept der Hütte funktioniert.

Die Engelhütte auf dem Bonner Weihnachtsmarkt (Bonner Münster)

DOMRADIO.DE: Über zehn Organisationen beteiligen sich unter dem Dach dieser "Engelhütte". Alle wollen auf soziale Anliegen in der Stadt aufmerksam machen. Wo und wie betätigen Sie und die anderen sich als Engel? 

Antonia Wojaczek (Theologische Referentin am Bonner Münster): Wir sind jetzt zwölf Organisationen. Dabei ist zum Beispiel die UNICEF, die sich ganz stark für Kinder einsetzt. Wir haben auch die Katholische Jugendagentur dabei, die total viel mit Jugendarbeit machen. Wir sind also ganz bunt dabei. 

DOMRADIO.DE: Neu ist in diesem Jahr, dass man nicht nur an der Hütte verweilt, sondern auch Dinge kaufen kann. Der Erlös geht an gute Zwecke. Wie läuft das ab?

Wojaczek: Wir sind jetzt zu zwölft und haben nur 19 Tage auf. Das heißt, wir wechseln uns alle ein bis zwei Tage ab. Den Anfang hat die UNICEF gemacht und dann kommt zum Beispiel das Bildungswerk. Es gibt jeden Tag eine Sache, die man kaufen kann. Das wechselt ständig.

DOMRADIO.DE: Die katholische Kirche in Bonn, für die Sie sprechen, macht Kerzen. Wie sehen die aus? Und wieso sind es Kerzen? 

Eröffnung der Engelhütte am ersten Adventssonntag (Bonner Münster)
Eröffnung der Engelhütte am ersten Adventssonntag / ( Bonner Münster )

Wojaczek: Die sehen total süß aus. Wir haben die mit Ehrenamtlichen und unseren Kommunionkindern gemacht. Das sind ganz normale, weiße Kerzen. Darauf sind Engel und Sterne abgebildet. Also, alles passend zu Weihnachten. 

An Kerzen dachten wir, weil es an Weihnachten bereits um 16 Uhr dunkel ist. Licht ist immer wichtig, gerade jetzt. Es zeigt die Wärme und die Liebe.

DOMRADIO.DE: Was passiert mit den Erlösen aus der Hütte? 

Wojaczek: Fast alles basiert auf Spendenbasis. Die Einnahmen gehen eins zu eins an die Institutionen, die das machen. Wenn beispielsweise die Malteser dran sind, dann geht das ganze Geld nur an die Malteser. 

DOMRADIO.DE: Sie haben im März mit den Planungen begonnen. Können Sie schon sagen, ob das gelungen ist? 

Antonia Wojaczek

"Es war natürlich sehr viel Arbeit und sehr viel Organisation nötig, um immer alle mitzunehmen."

Wojaczek: Im Großen und Ganzen ja. Es war natürlich sehr viel Arbeit und sehr viel Organisation nötig, um immer alle mitzunehmen. Das war mit allen zwölf Beteiligten schon schwierig. Aber jetzt ist der Startschuss gefallen und wir sind froh, dass es bisher gut läuft. Wir hoffen, dass es weiter so gut laufen wird und dass alles funktionieren wird, wie wir uns das gedacht haben. 

DOMRADIO.DE: Man kann auch einfach so vorbeikommen und spenden, ohne etwas mitzunehmen?

Wojaczek: Auf jeden Fall. Das geht immer. 

DOMRADIO.DE: Sind auch Online-Überweisungen möglich?

Wojaczek: Das geht auch. Wir haben von jeder Organisation ein Banner bei uns hängen. Da ist ein QR-Code drauf, der zu der jeweiligen Homepage führt.

Das Interview führte Uta Vorbrodt.

Quelle:
DR