Die mögliche Beteiligung Deutschlands am Flugzeugkonzern Airbus schafft offenbar neue Spannungen in der Berliner Koalition. Widerstand gegen einen Einstieg des Bundes beim Mutterkonzern EADS gebe es vor allem in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, schreibt die „Hannoversche Allgemeine Zeitung". „Prinzipiell muss der Wettbewerb entscheiden und nicht die Politik", sagte der finanzpolitische Sprecher der Union, Otto Bernhardt (CDU), dem Blatt. Eine mögliche Beteiligung der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) müsse auf höchstens zwei Jahre begrenzt werden „bis die Krise zu Ende ist". Unter anderen hatte der DGB ein Einstieg des Bundes bei Airbus gefordert. Nur so könnten Arbeitsplätze erhalten werden. Hören Sie einen Beitrag von Mathias Peter.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor bei einem Besuch in Frankreich eine Beteiligung an EADS nicht ausgeschlossen. Der DaimlerChrysler-Konzern hält derzeit 22,5 Prozent der EADS-Aktien, will diesen Anteil aber auf 15 Prozent reduzieren. Der französische Staat hält gemeinsam mit der Lagardere-Gruppe ebenfalls 22,5 Prozent. EADS ist an der Börse knapp 18 Milliarden Euro wert. Wenn DaimlerChrysler von seinem Aktienpaket wie geplant 7,5 Prozent veräußert, müsste die KfW rund eine Milliarde Euro aufwenden.
DGB: Nur Einstieg kann Jobs retten
Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, dass der Staat eingreift. Ein DGB-Wirtschaftsfachmann sagte in einem Zeitungsinterview, der Bund müsse sich langfristig beim Airbus-Mutterkonzern EADS einkaufen. Nur so könnten langfristig die Jobs bei Airbus gesichert werden. Ohne staatliche Hilfe würde es schon jetzt keine Luft- und Raumfahrt in Europa mehr geben.
Widerstand gegen Beteiligung am Flugzeugkonzern
Kann der Staat Airbus retten?
Die mögliche Beteiligung Deutschlands am Flugzeugkonzern Airbus schafft offenbar neue Spannungen in der Berliner Koalition. Widerstand gegen einen Einstieg des Bundes beim Mutterkonzern EADS gebe es vor allem in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, schreibt die „Hannoversche Allgemeine Zeitung".
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