Weltsiedlungsgipfel "Habitat III"

 (DR)

Bis 2050 werden zwei Drittel der Menschheit in Städten wohnen, davon wiederum ein Großteil in Slums und Elendsvierteln. Dies und die Auswirkungen des Klimawandels standen im Fokus der Weltsiedlungskonferenz "Habitat III" in Ecuadors Hauptstadt Quito.

Die Mitglieder der UN-Vollversammlung berieten dabei unter anderem über die Erfordernisse für ein menschenwürdiges Wohnen und über urbane Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen der Erderwärmung, die bis Mitte des Jahrhunderts die Behausungen von weltweit rund 280 Millionen Menschen an Küsten und Flüssen bedroht. Verabschiedet werden sollte eine "New Urban Agenda". Sie soll auch eine bessere Vernetzung der globalen Metropolen vorantreiben.

Die jetzige Konferenz folgte auf Habitat I und II in Vancouver 1976 und in Istanbul 20 Jahre später. Dabei ging es vor allem um die Themen Wohnungsnot und Verslummung. Seit 2002 finden zudem alle zwei Jahre an wechselnden Orten sogenannte Weltstädteforen statt, auf denen sich internationale Experten über Probleme der Urbanisierung beraten. Erstmals stand nun bei einem Weltsiedlungsgipfel die Eindämmung und Bewältigung des Klimawandels auf dem Programm. (kna)