Neue Leitung bei Menschenrechtsorganisation Solwodi

Weiterhin für Frauen in Not

Die international tätige Menschenrechts- und Frauenhilfsorganisation Solwodi mit Sitz in Boppard wird ab 1. Juli von einem neuen Vorstand geleitet. An der Ausrichtung der Arbeit und den Vereinszielen werde es indes keine Veränderungen geben.

Symbolbild Gewalt an Frauen / © 271 EAK MOTO (shutterstock)
Symbolbild Gewalt an Frauen / © 271 EAK MOTO ( shutterstock )

Neue Vorsitzende von Solwodi wird Maria Decker (55), wie der Verein am Freitagabend mitteilte. Unterstützt wird sie von Gudrun Angelis und Barbara Wellner. Die künftige Leitung will nach eigenen Angaben das Lebenswerk der Gründerin Lea Ackermann fortführen und Frauen in Not und Gewaltsituationen helfen.

Die bekannte 83-jährige katholische Ordensfrau wolle den Verein weiterhin unterstützend begleiten und insbesondere bei Vorträgen und Workshops Solwodi in der Öffentlichkeit repräsentieren. Sie ist zudem geborenes Mitglied des Beirats.

Weiterhin für Frauen in Not-und Gewaltsituationen da 

An der Ausrichtung der Arbeit und den Vereinszielen werde es keine Veränderungen geben, hieß es weiter. Solwodi soll auch weiterhin für Frauen in Not-und Gewaltsituationen Beratung, Begleitung und eine anonyme Unterbringung anbieten. Die betroffenen Frauen hätten oft einen langen Leidensweg hinter sich. Viele seien Opfer von Prostitution und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, litten unter häuslicher Gewalt oder seien von Zwangsheirat und Gewalt im Namen der "Ehre" betroffen oder bedroht.

Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, so Solwodi weiter, wie sehr die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft Ausbeutung und Gewalt ausgeliefert seien. Die bundesweit 19 Fachberatungsstellen von Solwodi wollten einen wichtigen Beitrag dau leiten, diesen Frauen wieder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen.

Zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland

Seit Jahrzehnten kämpft Schwester Lea Ackermann gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution, Sextourismus und Zwangsheirat. 1985 gründete sie Solwodi und baute seitdem ein internationales Beratungs- und Hilfsangebot auf, das sich an Mädchen und Frauen in Not richtet. Für ihren Einsatz erhielt die Ordensfrau zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland, darunter das Große Bundesverdienstkreuz, den Augsburger Friedenspreis, mehrere Ehrendoktortitel sowie den Verdienstorden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter.

Quelle:
KNA
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