"Weihnachtsverbot" an staatlicher Schule in Istanbul

"Absolut inakzeptabel"

An einer staatlichen Schule in Istanbul wurde Weihnachten aus dem Lehrplan gestrichen: In einer E-Mail an das Kollegium ordnete die Schulleitung an, "ab sofort nichts mehr über das christliche Fest und die Bräuche im Unterricht mitzuteilen". 

"Kulturministerium - Schule von Istanbul", steht auf dem Schild der Lisesi Schule in Istanbul / © Linda Say (dpa)
"Kulturministerium - Schule von Istanbul", steht auf dem Schild der Lisesi Schule in Istanbul / © Linda Say ( dpa )

Das "Weihnachtsverbot" an einer Istanbuler Schule wird in Deutschland kritisiert. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung, hat die Maßnahme an einer auch von Deutschland geförderten Schule in Istanbul kritisiert. "Wenn die Bundesrepublik Deutschland die Lehrer an diesen Schulen finanziert, dann kann sie auch die Inhalte des Unterrichts bestimmen", sagte Jung am Sonntag in Berlin.

Bei der Schule handelt es sich um das Istanbul Lisesi, ein staatliches türkisches Gymnasium, an dem derzeit 35 aus Deutschland entsandte Lehrer unterrichten. Am Istanbul Lisesi lernen die Schüler auch Deutsch und können neben zwei türkischen Abschlüssen auch das deutsche Abitur machen. Allerdings handelt es sich nicht um eine Privatschule, und die Istanbul Liesi untersteht türkischem Recht, nach dem Religion und staatliche Angelegenheiten, in dem Fall die Bildung, zu trennen sind.

"Weihnachten gehört untrennbar zur deutschen und zur christlichen Kultur," so Jung weiter. Ein Verbot der Brauchtumspflege sei vor diesem Hintergrund "vollkommen inakzeptabel".


Quelle:
KNA , DR , dpa

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