Warum katholische Kinder am Weißen Sonntag zur Erstkommunion gehen

Ein Fest mit langer Tradition

Der Weiße Sonntag ist seit jeher der wichtigste Termin für die Erstkommunion in Deutschland. Auch in diesem Jahr werden wieder Tausende Kinder zum ersten Mal die Eucharistie empfangen. Doch worum geht es bei diesem Fest eigentlich?

Erstkommunionkind in weißer Albe, kniet in einer Kirchenbank bei der Messe zur Feier der Erstkommunion 
 / © Harald Oppitz (KNA)
Erstkommunionkind in weißer Albe, kniet in einer Kirchenbank bei der Messe zur Feier der Erstkommunion / © Harald Oppitz ( KNA )

Am ersten Sonntag nach Ostern gehen bundesweit mehr als 100.000 katholische Kinder zur Erstkommunion. Der sogenannte Weiße Sonntag ist der klassische Termin dafür in den meisten Gemeinden. Der Begriff Kommunion kommt vom lateinischen "communio" für "Gemeinschaft". Die Mädchen und Jungen dürfen zum ersten Mal die gewandelte Hostie empfangen als Zeichen für eine Freundschaft mit Jesus.

Nach katholischer Lehre ist Jesus Christus selbst ganz real in Brot und Wein präsent. Hergeleitet wird das vom letzten Abendmahl. In der Bibel steht, dass Jesus seinen Jüngern dabei Brot und Wein reichte und die Worte sprach "Das ist mein Leib" und "Das ist mein Blut". Und er gab ihnen den Auftrag: "Tut dies zu meinem Gedächtnis." Im letzten Jahr gingen mehr als 150.000 katholische Kinder in Deutschland zur Erstkommunion, die meist mit einem großen Familienfest und vielen Geschenken gefeiert wird.

Weißer Sonntag

Der erste Sonntag nach Ostern wird in der katholischen Kirche als Weißer Sonntag begangen. Als klassisches Datum für die feierliche Erstkommunion ist er erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt.

Der Name leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen.

Die Vorbereitung der Erstkommunion wird zunehmend zur pastoralen Herausforderung / © Beatrice Tomasetti (DR)
Die Vorbereitung der Erstkommunion wird zunehmend zur pastoralen Herausforderung / © Beatrice Tomasetti ( DR )
Quelle:
KNA