US-College will Statue seines Gründungsbischofs entfernen

Vorwurf der Sklaverei

Dunkle Vergangenheit? Das private Loras-College in Dubuque im US-Bundesstaat Iowa will ein Denkmal ihres Gründers, Bischof Mathias Loras, demontieren. Dem Namensgeber der katholischen Hochschule wird Sklaverei vorgeworfen.

Studierende an einer Universität / © 4 PM production (shutterstock)
Studierende an einer Universität / © 4 PM production ( shutterstock )

Der Präsident des 1839 gegründeten Seminars, Jim Collins, nannte als Grund für die Entscheidung das Ergebnis von Forschungsarbeiten: Sie belegten anhand der persönlichen Aufzeichnungen des Bischofs, dass Loras in Alabama wissentlich eine versklavte Frau kaufte. In einem Brief an die Angehörigen des Colleges heißt es, es gebe keine Hinweise, dass der Bischof jemals Reue für seine Taten gezeigt habe.

Name des Colleges wird nicht geändert

Neben der Demontage seines Denkmals will der College-Vorstand ab dem kommenden Schuljahr ein Stipendienprogramm unter dem Namen der versklavten Frau beginnen: "Marie Louise". Ein weiterer Stipendien-Fonds ist dem ersten schwarzen Absolventen des Colleges gewidmet, Pater Norman Dukette.

Der Name des Colleges wird hingegen nicht geändert. Die Bildungseinrichtung sei nicht durch Loras definiert worden, erklärte der Präsident.

Quelle:
KNA
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