Sternberg verteidigt Synodalen Weg

Von wegen "versandet"

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat den Synodalen Weg verteidigt. Das kirchliche Reformvorhaben sei nicht überflüssig, nicht erfolglos und auch nicht schon im Sande verlaufen.

Synodaler Weg: steinig oder versandet? / © PUWADON SANG (shutterstock)
Synodaler Weg: steinig oder versandet? / © PUWADON SANG ( shutterstock )

ZdK-Chef Sternberg äußerte sich am Mittwochabend bei einer Online-Tagung in Freiburg. Die Voraussetzung dafür, dass nicht nur geredet werde, seien die Voten am Ende der Beratungen. Beschlüsse müssten auch dann verabschiedet werden, wenn sie nicht in Deutschland umgesetzt werden könnten.

E sieht drei Arten von Voten: Die ersten könnten vor Ort realisiert werden, andere hätten einen "römischen Vorbehalt" und müssten dem Vatikan vorgelegt werden. Die letzte Gattung Beschluss könne nicht einmal Rom, sondern nur ein Konzil beantworten. Dafür sei es wichtig, jetzt zu diskutieren. Es könne nicht ein Konzil einberufen und dann darüber nachgedacht werden, was besprochen werden solle.

Französischer Bischof: "Weg wichtiger als Ergebnis"

Der französische Bischof Didier Berthet, der zu den Beobachtern des Synodalen Weges gehört, bezeichnete die erste Vollversammlung in Frankfurt als "schöne Erfahrung". Beeindruckt haben ihn demnach die Fähigkeit zum ernsthaften Dialog und die bunt gemischte Zusammensetzung der Versammlung. Die Kirche sei vor allem das Volk Gottes, was Gleichberechtigung der Christen und Synodalität bedeute.

Berthet wünscht dem Synodalen Weg für die weitere Arbeit "Treue zum Evangelium, Kreativität und Barmherzigkeit". Der Weg, der nicht ende und immer weiter gehe, sei wichtiger als dessen Ergebnisse. Es gehe nicht in erster Linie um konkrete Maßnahmen als Frucht des Weges.

Thomas Sternberg / © Harald Oppitz (KNA)
Thomas Sternberg / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA
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