Bischof Bätzing würdigt Rolle der Frauen in der Kirche

"Von Frauen gestiftet, getragen, bezeugt, belebt"

In Frankfurt wurde die Frauenfriedenskirche nach drei Jahren Sanierung wiedereröffnet. Im Rahmen des Festgottesdienstes würdigte der Limburger Bischof Georg Bätzing die Rolle der Frauen in der Kirche.

Mosaik in der Frauenfriedenskirche / © Bert Bostelmann (KNA)
Mosaik in der Frauenfriedenskirche / © Bert Bostelmann ( KNA )

"Von Frauen gestiftet, von Frauen getragen, von Frauen bezeugt, von Frauen errungen und belebt - so ist Kirche. Und nur so wird sie Zukunft haben", sagte Bätzing am Sonntag in Frankfurt.

Weiter betonte Bätzing: "Die Frauen-Frage und Antworten auf die Anfragen von Frauen sind entscheidend dafür, ob es in unserer kulturellen und gesellschaftlichen Situation mit dem Glauben an den Gott der Liebe und seinen rettenden Sohn und seine vitale Geistkraft weitergeht - oder ob dieses Jahrtausende alte Bekenntnis weiter ins Stocken gerät."

Außergewöhnliche Mosaikstatue der Muttergottes

Der Bischof dankte allen, die an der drei Jahre dauernden Sanierung der Frauenfriedenskirche beteiligt waren. Die Kirche, an deren Portal sich außen eine zwölf Meter hohe Mosaikstatue der Muttergottes als "Friedenskönigin" befindet, sei "sehr außergewöhnlich", sagte Bätzing laut Redemanuskript.

Die Frauenfriedenskirche wurde ab 1927 zum Gedenken für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges gebaut und 1929 geweiht. Die Kirche wurde im Stil der Sakralen Moderne als Friedensmahnmal und "steinernes Friedensgebet" errichtet.

Geschichte der Frauenfriedenskirche

Der Katholische Deutsche Frauenbund unter dem damaligen Vorsitz von Hedwig Dransfeld (1871-1925) hatte die Frauenfriedenskirche als Gedenkstätte konzipiert und den Bau zum großen Teil finanziert. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bei Luftangriffen beschädigt und mit Spendengeldern wieder instandgesetzt.

2015 wurde klar, dass eine Sanierung der Risse und Senkungen, die durch den schwierigen Baugrund aufgetreten waren, nicht mehr lange aufzuschieben war. 2018 begann die fünf Millionen Euro teure Sanierung, die im Löwenanteil vom Bistum Limburg, aber auch vom Landesamt für Denkmalpflege, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Gemeinde Sankt Marien sowie durch Spenden getragen wurde.

Quelle:
KNA