Verletzte Kinder aus Gazastreifen zur Behandlung in Italien

"In Seele und am Körper verwundet"

"Aus der Hölle ins Paradies": so beschreibt Franziskanerbruder Ibrahim Faltas die Eindrücke von 62 Palästinenserkindern, die am Dienstag zur medizinischen Behandlung in Italien angekommen sind. Nun hofft er auf ihre Heilung.

Pflegepersonal im Krankenhaus / © Rob Engelaar/ANP (dpa)
Pflegepersonal im Krankenhaus / © Rob Engelaar/ANP ( dpa )

In Italien sind 62 Kinder aus dem Gazastreifen zur medizinischen Behandlung angekommen. "Sie sind so glücklich. Sie haben gesagt, dass sie aus der Hölle im Paradies angekommen sind", sagte Franziskanerbruder Ibrahim Faltas am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Vize-Leiter des Franziskanerordens im Heiligen Land war am Dienstag im Hafen von La Spezia dabei, als die Kinder und ihre Begleitpersonen dort mit einem Militärschiff eintrafen.

Ibrahim Faltas, Franziskanerbruder und Vikar der Kustodie des Heiligen Landes / © Johannes Schidelko (KNA)
Ibrahim Faltas, Franziskanerbruder und Vikar der Kustodie des Heiligen Landes / © Johannes Schidelko ( KNA )

"Tolle, intelligente Kinder"

Jedes der Kinder habe durch den Krieg eine Verletzung erlitten, berichtete Faltas. "Sie sind in der Seele und am Körper verwundet." Jetzt würden die Mädchen und Jungen, unter ihnen auch ein vier Monate altes Baby, auf verschiedene Krankenhäuser in Italien verteilt. 

"Das sind tolle, intelligente Kinder. Ich denke, sie werden sich erholen, so dass es ihnen wieder gut geht. Und wenn sie geheilt sind, werden sie wieder in ihr Land zurückkehren."

Auf Krankenhäuser verteilt

In La Spezia sei er der einzige gewesen, der Arabisch gesprochen habe, berichtete Faltas, der aus Ägypten stammt. Nach eigenen Angaben hat er bereits mehrfach dabei geholfen, Kinder aus den Palästinensergebieten nach Italien zu schaffen.

Der aktuelle Krankentransport nach Italien ist der zweite dieser Art seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober, auf den der Gaza-Krieg folgte. Die Mädchen und Jungen werden nun in Krankenhäusern in Rom, Genua, Florenz, Bologna und Mailand behandelt.

Quelle:
KNA