Hamburger Caritas ruft zum Klimastreik auf

Verantwortung gegenüber künftigen Generationen

Kirchen und Verbände rufen zum globalen Klimastreiktag am kommenden Freitag auf. Die Caritas in Hamburg ermuntert nicht nur ihre Mitarbeiter zum Streik, sondern will auch denjenigen eine Stimme geben, die besonders betroffen sind.

Demonstration für Klimaschutz / © Martin Schutt (dpa)
Demonstration für Klimaschutz / © Martin Schutt ( dpa )

Die Hamburger Caritas ruft ihre Mitarbeiter zur Teilnahme am weltweiten Klimastreik auf. "Als christlicher Wohlfahrtsverband sehen wir uns in der Verantwortung zukünftigen Generationen gegenüber", sagte Landesleiter Michael Edele an diesem Mittwoch in der Hansestadt.

Außerdem wolle die Organisation für diejenigen eintreten, die keine Stimme haben. "Konflikte aufgrund zunehmender Ressourcenknappheit, Naturkatastrophen und Umweltzerstörung treffen besonders die Schwächsten und Ärmsten auf der Welt", so Edele.

"Fridays for Future"

Die Bewegung "Fridays for Future" ruft für den 29. November zum zweiten Mal zu einem weltweiten Klimastreik auf. Zahlreiche Organisationen, Kirchen und Unternehmen haben ihre Beteiligung angekündigt. Es seien bundesweit Kundgebungen und Demonstrationen in etwa 500 Städten geplant, gab Fridays-for-Future-Sprecherin Franziska Wessel am vergangenen Dienstag in Berlin bekannt.

Die größte Demonstration soll wie schon beim letzten globalen Aktionstag am 20. September in der Hauptstadt stattfinden. Fridays-for-Future-Sprecher Quang Paasch sagte, das Klimapaket der Bundesregierung sei angesichts der weltweiten Herausforderungen durch die bereits begonnene Klimakatastrophe "pille, palle" und eine Bankrotterklärung. "Wir brauchen in der Klimapolitik einen kompletten Neustart."

UN-Klimakonferenz vom 2. bis 13. Dezember

Konkreter Anlass für den neuerlichen Aktionstag ist die UN-Klimakonferenz vom 2. bis 13. Dezember in Madrid. "Deutschland wird dort mit leeren Händen dastehen", sagte Paasch. Wegen der "Untätigkeit" der Groko verfehle Deutschland alle selbstgesteckten Klimaziele.

Ab dem 30. November haben Aktivisten der Initiative "Ende Gelände" zu Aktionen gegen Braunkohle-Tagebaue in der Lausitz aufgerufen, darunter Besetzungen und Blockaden. In der Region gibt es Sorgen, dass das Ganze in Gewalt ausarten könnte. Es gibt mehrere Aufrufe zu Gewaltfreiheit.

Quelle:
KNA , dpa
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