Umweltverbände: Deutschland soll 2007 seine EU-Ratspräsidentschaft für nachhaltige Politik nutzen

Berliner Öko-Schwung für Brüssel

Die deutschen Umweltverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, sich während ihrer EU-Ratspräsidentschaft für eine ökologisch nachhaltige Politik einzusetzen. Deutschland habe im kommenden Jahr die "große Chance, fehlgeleitete Entwicklungen zu korrigieren" und "neuen Schwung in die europäische Politik zu bringen", heißt es in einem Positionspapier.

 (DR)

Die deutschen Umweltverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, sich während ihrer EU-Ratspräsidentschaft für eine ökologisch nachhaltige Politik einzusetzen. Deutschland habe im kommenden Jahr die "große Chance, fehlgeleitete Entwicklungen zu korrigieren" und "neuen Schwung in die europäische Politik zu bringen", heißt es in einem Positionspapier. Im Mittelpunkt müsse dabei eine umweltfreundlichere Energie-, Klima- und Verkehrspolitik stehen.

Internationales Treffen von Umweltorganisationen in Berlin
In der Bundeshauptstadt trafen sich am Donnerstag Vertreter von Umweltorganisationen aus über 20 Ländern zu einer internationalen Konferenz unter dem Motto "Verantwortung für die Zukunft". Die Tagung war vom Deutschen Naturschutzring mit Unterstützung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) organisiert worden.

Als konkrete Forderungen für das erste Halbjahr 2007 nannten die Umweltschützer die Reduktion von Treibhausgasen, rechtlich verbindliche CO2-Grenzwerte für Kraftfahrzeuge sowie die Verwirklichung des EU-weiten Netzes ausgewiesener Naturschutzgebiete "Natura 2000". Zudem müsse der geplante Aktionsplan für europäische Energiepolitik "ökologisch nachhaltig" gestaltet werden.

Das Forderungspapier von insgesamt 27 Organisationen wurde im Anschluss an die Konferenz an die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug (SPD), überreicht. Zu den Unterzeichnern gehören Greenpeace, Germanwatch, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, die Grüne Liga, der Naturschutzbund Deutschland und die Deutsche Umwelthilfe.
(epd,dr)