Umschwärmtes Hobby: Mehr Freizeit-Imker

 (DR)

Vor zehn Jahren plagten den Deutschen Imkerbund (DIB) noch Nachwuchssorgen, jetzt meldet er stetig steigende Mitgliederzahlen. Hatte der Verband 2007 noch 80 000 Mitglieder, so sind es inzwischen 110 000. "Jedes Jahr werden es etwa fünf Prozent mehr Imker", sagt Peter Maske, der Präsident des DIB. Auf die Einsteigerseminare gebe es einen regelrechten Run. Das Durchschnittsalter sank binnen eines Jahrzehnts von 60 auf 56 Jahre.

Auch entdecken immer mehr Frauen das Imkern. Ein Grund ist laut Imkerbund, dass viele Menschen den Aufenthalt in der Natur schätzen. Auch hätten Berichte über das Bienensterben viele aufgeschreckt. Im Deutschen Imkerbund sind vor allem Freizeit-Imker organisiert.

Kritisch sieht der DIB die Bewegung zum "Urban Beekeeping", dem innerstädtischen Bienenhüten. Dabei wird ein Bienenvolk in einer kleinen Holzbox gehalten, die zum Beispiel auf dem Balkon oder im Garten aufgestellt wird. "Die meist jungen Menschen überlassen die Völker sich selbst und ernten gar keinen Honig", sagt DIB-Präsident Maske. Ohne fachgerechte Pflege könnten Bienen auch eine Gefahr für andere Bienenvölker werden - etwa als Überträger von Viren und als Wirte für Parasiten. (dpa/Stand 05.08.2017)