Ukrainisches Stahlwerk als Krippe im Vatikan

120 Krippen aus aller Welt

Eine Krippenszene im Stahlwerk Azovstal in Mariupol ist Teil der diesjährigen Krippenausstellung im Vatikan. Am Donnerstagnachmittag wurde die Schau in den Kolonnaden des Petersplatzes eröffnet.

Krippenausstellung im Vatikan / © Romano Siciliani (KNA)
Krippenausstellung im Vatikan / © Romano Siciliani ( KNA )

Anwesend waren dabei auch Vertreter der ukrainischen Vatikan-Botschaft. Untermalt wurde die offizielle Eröffnung durch Kurienkardinal Rino Fisichella von traditionellen Weihnachtsliedern aus der Ukraine.

Insgesamt zeigt die Ausstellung 120 Krippen aus aller Welt und verschiedensten Materialen, etwa Zeitungspapier, Stoff, Kork, Holz, Keramik und Terrakotta. Die Krippe, die an das lange besetzte Stahlwerk in der Ukraine erinnern soll, wurde von einer Ordensfrau aus Donezk geschaffen.

Klimawandel und Migration sind Thema

Unter den weiteren Ausstellungsstücken befinden sich zudem Krippenszenen, die auf den Klimawandel und die Migration über das Mittelmeer aufmerksam machen sollen. Wie jedes Jahr haben mehrere Schulen aus der Region Latium selbstgebastelte Krippen beigetragen. Eine russische Krippe gibt es in der aktuellen Ausstellung nicht.

Die fünfte internationale Schau "100 Weihnachtsszenen im Vatikan" ist bis zum 8. Januar geöffnet. Die Krippen können ab Donnerstag kostenfrei und im Regelfall täglich von 10.00 bis 19.30 Uhr besichtigt werden. Am 24. und 31. Dezember schließt die Ausstellung bereits um 17.00 Uhr.

Krippe

Krippen sind Futtertröge. In der Heiligen Schrift werden sie im Zusammenhang mit der Geburt Jesu erwähnt. Beim Evangelisten Lukas heißt es: Maria "gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war." Als Krippe wird auch die ganze figürliche Darstellung der Geburtsszene bezeichnet.

Krippendarstellung der Heiligen Familie / © Annamaria Zappatore (shutterstock)
Krippendarstellung der Heiligen Familie / © Annamaria Zappatore ( shutterstock )

Quelle:
KNA