In der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael findet am Samstag eine Trauerfeier für den am 8. April mit 95 Jahren gestorbenen Filmstar Mario Adorf statt. Dies sei der Wunsch der Familie gewesen, sagte Kirchenrektor Pater Martin Stark auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur.
Der Jesuitenorden ist bekannt für seine Offenheit gegenüber Kultur- und Filmschaffenden. In den vergangenen Jahren fanden in der Michaelskirche schon einige Trauergottesdienste für Prominenten aus der Filmszene statt. 2011 für den Regisseur Bernd Eichinger, 2019 für Schauspielerin Hannelore Elsner, 2020 für Regisseur Joseph Vilsmaier. Adorf hatte unter anderem an jenem für Elsner teilgenommen.
"Großer Gott, wir loben Dich"
Bei dem Wort-Gottesdienst werden unter anderen Iris Berben, Axel Milberg und Adorfs Tochter Stella an den Verstorbenen erinnern, wie Stark sagte. Auch der Kirchenrektor werde eine Ansprache halten. Für die musikalische Umrahmung sorgten Organist Matthias Egger, ein Streichquartett sowie Startenor Klaus Florian Vogt. Zum Ende erklinge dann "Großer Gott, wir loben Dich".
Nach den Worten von Jesuit Stark ist Adorf katholisch aufgewachsen, hat sich aber stets als einen fragenden und zweifelnden Christen beschrieben. "Das finde ich ehrlich." Der Schauspieler hatte 1990 für eine Fernsehproduktion des Ersten mit dem Titel "Prozesse der Weltgeschichte" in einer Folge über Galileo Galilei auch mit dem damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., über diesen Fall gesprochen.