Tod eines Pfarrers mit deutschen Wurzeln wirft in Ecuador Fragen auf

"Padre Max" war bekannt und beliebt

Ein deutschstämmiger Pfarrer aus Ecuador ist tot - und man geht von keinem natürlichen Tod aus. Die Kirche in dem südamerikanischen Land fordert die Behörden zu einer umfassenden Untersuchung des Falls auf.

 © Harald Oppitz (KNA)
© Harald Oppitz ( KNA )

In Ecuador ist ein katholischer Geistlicher mit deutschen Wurzeln offenbar getötet worden. Wie die Zeitung "El Comercio" berichtet, handelt es sich um Maximiliano José Estupiñán Gaisbauer, der in der Pfarrei Santa Cruz de Casitagua im Norden des Erzbistums Quito tätig war. Laut dem Portal Primicias hatte der 65-Jährige eine deutsche Mutter und besaß die ecuadorianische Staatsbürgerschaft. In seiner Pfarrei sei er als "Padre Max" bekannt und geschätzt gewesen.

Nach Angaben des Erzbistums Quito wurde er zu Wochenbeginn tot in seinem Haus entdeckt. Das Bistum forderte die Behörden zu einer "sorgfältigen, zügigen und transparenten" Untersuchung auf, um den Vorfall aufzuklären, die Verantwortlichen zu identifizieren und Gerechtigkeit walten zu lassen. Laut lokalen Medienberichten wird der deutschstämmige Priester an diesem Mittwoch (Ortszeit) in Ecuadors Hauptstadt beigesetzt.

Ecuador

Flagge von Ecuador vor der Stadtlandschaft von Quito / © Yu Xichao (shutterstock)
Flagge von Ecuador vor der Stadtlandschaft von Quito / © Yu Xichao ( shutterstock )

Das südamerikanische Land Ecuador mit 17 Millionen Anwohnern liegt zwischen Kolumbien und Peru. Der Name bezieht sich auf die Äquatorlinie. Hauptstadt ist Quito. Zu dem Land gehören die berühmten Galápagos-Inseln. (DR 07.02.2021)

Quelle:
KNA