Zu Ostern fordern Tierschützer Priester auf, bei der traditionellen Speisensegnung nur vegane Lebensmittel zu segnen. "Tierleid darf nicht gesegnet werden. Das Fleisch von toten Tieren oder Milch und Eier von ausgebeuteten Lebewesen können niemals den Werten der Kirche entsprechen", heißt es in einer Mitteilung von Peta. Üblicherweise werden nach der Osternachtsfeier Eier, Fleisch, Butter oder Honig für das Osterfrühstück gesegnet.
Als Alternative schlägt Peta vor, bei der Segnung ausschließlich pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Brot oder ein veganes Osterlamm zu verwenden. "Wer die Schöpfung Gottes bewahren will, lebt vegan", schreiben sie.
Die Symbolik der Ostereier
Peta kritisiert insbesondere die Herkunft von Eiern, die heute überwiegend aus industrieller Tierhaltung stammten. Berichte zeigten immer wieder verletzte, kranke oder kahlgepickte Tiere – unabhängig von der Haltungsform, so die Aktivisten. Darüber hinaus verweist die Organisation auf die grundsätzlichen Folgen der Tierindustrie, darunter Tierleid, hohe Treibhausgasemissionen und ein hoher Flächenverbrauch.
Ostereier gelten im Christentum als zentrales Symbol für Leben und Auferstehung, da sie – wie ein Grab – neues Leben in sich bergen und so auf die Auferstehung Jesu Christi verweisen. Der Brauch, Eier zu Ostern zu verschenken und zu essen, entstand auch aus der Fastenzeit, in der Eier nicht verzehrt werden durften und daher haltbar gemacht sowie gefärbt wurden.