Im domradio-Interview erzählt Dr. Kim Detloff, dass jedes Jahr tausende von Urlaubssouvenirs vom Zoll beschlagnahmt werden. 2007 kam es zu 665 Aufgriffen mit mehr als 14 000 Einzelprodukten aus Tieren und Pflanzen. Besorgniserregend ist aber das nur 5-10% der Verstöße entdeckt werden.
Es gibt vier große Gruppen von verbotenen Souvenirs: Reptilien, wie Lederprodukte aus Krokodil- und Schlangenleder, Produkte von Elefanten, wie Elfenbein, Haut oder Haare und Meerestiere, dazu gehören Korallen, Muscheln oder Seepferdchen. Es gibt aber noch eine vierte Gruppe, nämlich die traditionelle asiatische Medizin, in der häufig Tiegerknochenprodukte und Schlangenwein verkauft wird.
"Die Tiere werden für den Souvenirmarkt getötet und die Brutalität in diesem Markt ist sehr groß", sagt Dr. Kim Detloff. Aus Kostengründen werden die Tiere nicht geschossen, sondern mit Speeren oder Macheten getötet oder sogar von Hunden gejagt.
Wer also Souvenirs in den Reiseorten kaufen möchte, sollte sich genau erkundigen, da drakonische Strafen drohen. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht beim Handel mit geschützten Arten Strafen bis zu 50.000 € und in schweren Fällen bis zu fünf Jahren Gefängnis vor.
Wer auf traditionelles Kunsthandwerk zurückgreift, ist als Urlauber auf der sicheren Seite. "In vielen Urlaubsländern gibt es kommunale und soziale Projekte, die solche alternativen Souvenirs herstellen und vielen Menschen Arbeit geben", so Dr. Kim Detloff.
Tierschützer appellieren: Kein Tier als Urlaubs-Souvenir
Illegale oder legale Souvenirs?
Urlaubszeit, dass heißt Ferien. Viele bringen von ihrer Reise Souvenirs mit nach Hause, einheimisches Olivenöl oder Basilikum. Aber bei anderen gehen diese Souvenirs in ganz andere Kategorien. Korallen, Elfenbeinschnitzerein oder Taschen aus Krokodil- und Schlangenleder müssen es sein. Viele wissen aber gar nicht, dass die meisten Souvenirs illegal sind.
Zu beginn der Urlaubszeit lautet jetzt der Appell von dem internationalen Tierschutz-Fond "Kein Tier als Urlaubs-Souvenir".
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