Theologe zur Hinführung von Kindern an den Glauben

Simple Rituale

Wie kann man Kindern am besten den christlichen Glauben näherbringen? Nach Ansicht des Religionspädagogen Albert Biesinger müsse die Hinführung unideologisch und humorvoll geschehen - sowie alltagstauglich erfolgen.

Eine Mutter betet mit ihrem Kind am Bett / © Herby Sachs, version (epd)
Eine Mutter betet mit ihrem Kind am Bett / © Herby Sachs, version ( epd )

Glaubensunterweisung für Kinder ist laut Biesinger immer eng mit der Glaubensunterweisung für Eltern verbunden. Seelsorger müssten "sie zur Begegnung mit Gott führen, um auch den Kindern die Berührung durch Gott zu ermöglichen", sagte der Theologe am Montag beim ersten Tag des pastoralen Personals in Paderborn.

Am besten geschehe das über simple Rituale, erläuterte Biesinger. "Wenn Eltern ihrem Kind morgens Gottes Segen mit auf den Weg geben, mittags vor dem Essen mit ihm beten oder abends mit ihm den Tag durchgehen und danach fragen, was gut und was schlecht war, reicht das oftmals für die einfache Erkenntnis aus beim Kind: Mit Gott unterwegs zu sein, ist besser, als ohne ihn unterwegs zu sein."

Begleiter werden

In allen Glaubensfragen gehe es darum, die Kinder zu begleiten, so der emeritierte Theologe. Dabei gelte es als Seelsorger für die Eltern, die Begleiter ihrer Kinder sind, selber zum Begleiter zu werden. "Machen Sie die Eltern zu Bündnispartner, um so mit ihnen Kirche nach vorne zu gestalten", sagte Biesinger.

Zu dem Tag des pastoralen Personals waren auf Einladung von Erzbischof Hans-Josef Becker rund 300 Priester, Ständige Diakone sowie Gemeinde- und Dekanatsreferenten gekommen. Auf dem Programm standen auch Workshops unter anderem über Kitas als Begegnungsräume für junge Familien und über seelsorgliche Begleitung von Menschen im Prozess des Alterns. Das Treffen endete mit einem Gottesdienst im Paderborner Dom.

Albert Biesinger / © Harald Oppitz (KNA)
Albert Biesinger / © Harald Oppitz ( KNA )
Quelle:
KNA