Theologe Michael Seewald wechselt nach München

Rückkehr zu den Wurzeln

Michael Seewald wechselt von Münster nach München. Der gebürtige Saarbrücker hat dort seine wissenschaftliche Karriere gestartet. Nun kehrt er als Professor für Dogmatik zurück. Der Theologe wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Panoramablick über München / © Travel Faery (shutterstock)
Panoramablick über München / © Travel Faery ( shutterstock )

Der katholische Theologe Michael Seewald verlässt die Universität Münster und wechselt zum Sommersemester 2026 an die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Das teilte die LMU am Mittwoch mit. 

Zuerst hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf Universitätskreise berichtet. Zum kommenden Sommersemester soll Seewald in München einen Lehrstuhl für Dogmatik an der katholisch-theologischen Fakultät übernehmen.

Von philosophischer und theologischer Tiefe war das Gespräch zwischen Ethikerin Christiane Woopen und dem Dogmatiker Michael Seewald / © Beatrice Tomasetti (DR)
Von philosophischer und theologischer Tiefe war das Gespräch zwischen Ethikerin Christiane Woopen und dem Dogmatiker Michael Seewald / © Beatrice Tomasetti ( DR )
Ein Gespräch zwischen Ethikerin Christiane Woopen und dem Dogmatiker Michael Seewald.

Seewald erklärte, er freue sich darauf, "gemeinsam mit den Studierenden über Fragen des christlichen Glaubens, seiner Entwicklung und seiner Gegenwartsbedeutung nachzudenken".

Leibniz-Preisträger kehrt zurück

Seewald, Jahrgang 1987 und gebürtig aus Saarbrücken, studierte katholische Theologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Pune in Indien sowie in Frankfurt am Main. Seine Promotion schloss er 2011 an der LMU München ab, wo er sich 2015 auch habilitierte. Nach einer Vertretungsprofessur für Dogmatik und Theologische Propädeutik in Bonn im Jahr 2016 wurde er 2017 Lehrstuhlinhaber und Direktor des Seminars für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster. 

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Seewald vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2025 mit dem mit 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preis. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bezeichnete ihn in diesem Zusammenhang als eine zentrale Stimme in den theologischen Debatten um Entwicklung und Auslegung der Lehre. 

Quelle:
KNA