Kirchendialog per Videokonferenz

Synodaler Weg geht online

Die nächste Zusammenkunft des Synodalen Weges findet ausschließlich online statt. Wegen der Corona-Pandemie schalten sich die Teilnehmer des Reformdialogs der katholischen Kirche in Deutschland am Donnerstag und Freitag per Videokonferenz zusammen.

Mappen mit dem Logo "Der Synodale Weg" / © Andreas Oertzen (KNA)
Mappen mit dem Logo "Der Synodale Weg" / © Andreas Oertzen ( KNA )

Geplant ist unter anderem, dass die vier Foren zu den zentralen Themen Macht, priesterliche Lebensform, Sexualmoral und Rolle der Frauen Zwischenergebnisse ihrer Arbeit vorstellen.

Debatten über Reformen

Ein komplettes Papier will das Forum zum Thema Macht präsentieren. Die anderen drei Foren wollen strittige Fragen im Plenum erörtern. Das Spektrum reicht vom Umgang mit der verpflichtenden Ehelosigkeit bei Priestern, dem Zölibat, über eine mögliche Zulassung von Frauen zu kirchlichen Weiheämtern bis hin zu Anfragen an die katholische Sexualmoral unter Stichpunkten wie "Selbstliebe und Masturbation" oder "Empfängnisverhütung".

Als weiterer Punkt steht eine Aussprache zur Aufarbeitung von Missbrauch in der Kirche auf der Agenda. Hierzu wird der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, aktuelle Einblicke geben.

Zweite Vollversammlung für Herbst vorgesehen

Mit dem vor einem Jahr gestarteten Synodalen Weg wollen die Bischöfe und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) unter anderem nach dem Missbrauchsskandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen. Höchstes beschlussfassendes Gremium ist die aus 230 Teilnehmern bestehende Synodalversammlung. Diese konnte coronabedingt erst einmal tagen. Die zweite Vollversammlung ist nach derzeitigem Stand für den Herbst vorgesehen.

Quelle:
KNA
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