Friedensbemühungen im Südsudan - Treffen in Rom und im Vatikan

Südsudanesische Delegation im Vatikan

Hat die Vertreibung im Südsudan bald ein Ende? Vertreter des "Nationalen Übergangsvorbereitungs-Kommitees" zeigen sich auf einer Pressekonferenz in Rom zuversichtlich. Sie sprachen auch mit dem Außenbeauftragten des Papstes. 

Bewaffneter Mann im Südsudan / © Katharina Ebel (KNA)
Bewaffneter Mann im Südsudan / © Katharina Ebel ( KNA )

Eine Delegation aus dem Südsudan hat in Rom über den Stand des Friedensprozesses berichtet. Aktuell gehe es etwa um Hilfen für Kindersoldaten aus den verfeindeten Gruppen, sagte der Vizepräsident des Nationalen Übergangsvorbereitungs-Kommitees, Gabriel Changson Chang. Er sei zuversichtlich, dass der Waffenstillstand hält und die Bevölkerung zurückkehren kann, sagte er bei einer Pressekonferenz von Sant'Egidio (Freitagnachmittag) in Rom.

Die katholische Basisgemeinschaft Sant'Egidio hatte Mitglieder des Kommitees zu Gesprächen in die italienische Hauptstadt eingeladen. Chang bezeichnete diese Initiative als "wichtige Möglichkeit zur Zusammenarbeit für den Frieden von verschiedenen politischen Kräften, um das Unmögliche möglich zu machen".

Treffen mit vatikanischem Außenbeauftragtem

Die Delegation aus dem Südsudan traf bei ihrem mehrtägigen Aufenthalt in Rom laut Sant'Egidio am Donnerstag auch den vatikanischen Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Richard Gallagher. Details dieser Begegnung wurden nicht mitgeteilt.

Der Südsudan leidet seit 2013 unter einem Bürgerkrieg. 2018 wurde zwar ein Friedensabkommen ausgehandelt; die Bildung einer nationalen Einheitsregierung steht aber noch aus.

Papst Franziskus hatte im April Präsident Salva Kiir und dessen Erzrivalen Riek Machar in den Vatikan eingeladen. Zum Ende des als "geistliche Einkehr" deklarierten Treffens küsste er den Kontrahenten die Füße und bat sie eindringlich, Frieden zu schaffen.

Erzbischof Paul Richard Gallagher, vatikanischer Außenbeauftragter / © Romano Siciliani (KNA)
Erzbischof Paul Richard Gallagher, vatikanischer Außenbeauftragter / © Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA