Laut Studie blickt die Bevölkerung ängstlich in die Zukunft

Spirituelle Menschen sind eher mutig

Zwei Drittel der Deutschen blicken laut einer Studie ängstlich in die Zukunft. Sie ziehen sich in private Räume zurück, weil sie Staat und Institutionen mangelndes Vertrauen entgegenbringen und Angst vor gesellschaftlichen Spannungen haben.

Symbolbild Menschenmenge / © View Apart (shutterstock)

Zugleich verweisen die Wissenschaftler auf eine steigende Bereitschaft, für eine "lebenswerte Zukunft" tätig zu werden. Das ergab die am Donnerstag vorgestellte Studie des Rheingold Instituts in Zusammenarbeit mit der Stiftung Identity Foundation.

Die den Angaben zufolge repräsentative und tiefenpsychologische Studie berichtet von einer "resignativen Grundhaltung", mit der die Bevölkerungsmehrheit gesellschaftlichen Herausforderungen begegne.

Spiritualität hilft, Mut zu fassen

Menschen machten Zukunftsprobleme aus, seien aber ideenlos, diese "Jahrhundert-Herausforderungen" zu bewältigen, so die Studie.

Stephan Grünewald, Psychologe und Gründer des Rheingold Instituts, erläutert: "Die Menschen verschanzen sich in kleinen Wirkungskreisen mit Gleichgesinnten und versuchen, in ihren persönlichen Umfeldern zu retten, was noch zu retten ist". Gestaltungswille und Zukunftselan zeigten sich eher durch "Anpacken" in der eigenen Lebenswelt, zum Beispiel in Nachbarschaftsinitiativen oder Ernährungsgewohnheiten.

Der Gründer der Identity Foundation, Paul J. Kohtes, erklärt, dass gemäß der Studie ein Drittel der Bevölkerung durch spirituelle Bezüge ermutigt werde, "sich dem Leben und seinen Herausforderungen tatkräftig zuzuwenden".

Quelle:
KNA