Solwodi fordert mehr Hilfen für Frauen aus Nigeria

Änderung des Asylrechts gefordert

Die Frauenhilfs- und Menschenrechtsorganisation Solwodi fordert eine Änderung des Asylrechts. Das Dublin-Asylverfahren müsse für nigerianische Frauen ausgesetzt werden, die in die Prostitution abrutschen könnten, sagte die Vorsitzende Ackermann.

Warten auf das Stellen eines Asylantrags / © arifoto UG (dpa)
Warten auf das Stellen eines Asylantrags / © arifoto UG ( dpa )

Laut der Ordensschwester Lea Ackermann, die sowohl Gründerin als auch Vorsitzende von Solwodi ist, endet für immer mehr Frauen aus dem afrikanischen Land die Flucht in der Prostitution. Sie würden auf dem Weg nach Italien oder in ihrer Heimat Opfer von Menschenhändlern, weil sie zu einem Voodoo-Schwur gezwungen würden.

Sie müssten später überzogene Kosten an Schlepper zahlen, anderenfalls würden sie und ihre Familien mit dem Tod bedroht. Selbst nach einem erfolgreichen Asylverfahren in Italien gebe es für die Frauen dort keine Zukunft. Nach der Dublin-Vereinbarung durchlaufen Flüchtlinge in dem EU-Land das Asylverfahren, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten.

Lea Ackermann / © Thomas Frey (dpa)
Lea Ackermann / © Thomas Frey ( dpa )
Quelle:
KNA
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