Kapitelsamt im Kölner Dom

Siebter Sonntag der Osterzeit

Domkapitular Hans-Josef Radermacher betrachtete in seiner Predigt den Abschied Jesu und sein Vermächtnis. Für die Tage auf Pfingsten hin lud er dazu ein, um die Freude zu bitten, die uns damit versprochen ist.

Blick auf den Kölner Dom / © trabantos (shutterstock)

DOMRADIO.DE übertrug am siebten Sonntag der Osterzeit das Kapitelsamt aus dem Kölner Dom mit Domkapitular Hans-Josef Radermacher. Ein Vokal-Quartett der Domkantorei Köln gestaltete den Gottesdienst musikalisch.

Die Sängerinnen und Sänger bringen in der Liturgie unter anderem die Messe in F-Dur von Joseph Gabriel Rheinberger zu Gehör. An der Domorgel ist Domorganist Prof. Winfried Bönig, Winfried Krane leitet das Vokalquartett der Domkantorei. Aufgrund der Corona-Pandemie singen die Chöre am Kölner Dom zurzeit nur in sehr reduzierter Besetzung; auch die Anzahl der Gläubigen im Dom ist nach wie vor begrenzt.

Siebter Sonntag der Osterzeit

Der siebte Sonntag in der Osterzeit steht zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten, das die Osterzeit beschießen wird:

„Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig und erhöre mich! Mein Herz denkt an dein Wort: 'Sucht mein Angesicht!' Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. Verbirg nicht dein Gesicht vor mir! Halleluja.“ (Ps 27, 7–9)

Eröffnungsvers der Eucharistiefeier am siebten Sonntag der Osterzeit ____________________________________

„Vater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir!“ (Joh 17, 6a. 11b)

Zum Sonntagsevangelium (Joh 17, 6a.11b–19)

Das Abschiedsgebet Jesu spricht zunächst in der Rückschau auf das nunmehr zu Ende gebrachte Lebenswerk von dem, was Jesus mit ihm bewirkte. Es galt zunächst der Verherrlichung des Vaters, mit der zweifellos gemeint ist, dass das liebende und umhegende Vatersein Gottes von Jesus entdeckt, erschlossen und zur Geltung gebracht wurde. Daher die Bitte: Wie ich dich verherrlicht habe, so nimm mich nun auf in die Herrlichkeit, die ich bei dir besaß, bevor die Welt entstand. Nachdem er der Welt die Nähe und mit ihr das Herz Gottes erschlossen hatte, strebt er nun selbst zurück zu seinem Ursprungsort am Herzen des Vaters.

Eugen Biser

Aus: Magnificat. Das Stundenbuch. Mai 2021

Kölner Dom aus Sicht des Chorgestühls / © Gerald Meyer (Erzbistum Köln)
Kölner Dom aus Sicht des Chorgestühls / © Gerald Meyer ( Erzbistum Köln )
Winfried Krane / © Tomasetti (DR)
Winfried Krane / © Tomasetti ( DR )